NEWS: IMTF wird zum Kategorieführer im Chartis AML Transaction Monitoring Quadrant ernannt
Lets ConnectDie 360°-Sicht auf die Kunden ist eine ganzheitliche Sicht mit allen relevanten Punkten, die dazu dient, Verlauf, Interaktion, Auffälligkeiten, Risiken und Verhaltensänderungen besser zu verstehen.
Sie ist wesentlich für die Compliance, da schnell auf relevante Information zugegriffen werden muss, um fundierte Entscheidungen zu treffen, Kunden besser zu bedienen sowie finanzielle Risiken minimieren und Effizienz zu steigern.
Abwärtskompatibilität bedeutet, dass ein System, eine Software oder Hardware mit älteren Versionen seiner selbst oder mit anderen Technologien problemlos arbeiten kann.
Siron®One ist abwärtskompatibel und arbeitet problemlos mit anderer Technologie zusammen, wodurch es bequem, kosteneffektiv, leicht umzustellen und zu erweitern ist.
Algorithmen sind Verfahren, anhand deren Programme Operationen oder Berechnungen durchführen. KI-Algorithmen sind allerdings sehr komplex und geben der KI vor, wie sie lernen und unabhängig arbeiten soll. Da sie dabei Trainingsdaten verwenden, um zu lernen und Aufgaben auszuführen, ist ein sauberer und robuster Datensatz entscheidend für ein gut funktionierendes KI-Modell.
Es gibt drei Arten von KI-Algorithmen, je nachdem, ob die Trainingsdaten markiert oder unmarkiert sind. Beim überwachten Lernen werden markierte Daten zum Training verwendet und Algorithmen werden bei Klassifizierungs- und Regressionsproblemen eingesetzt.
Beim unüberwachten Lernen werden unmarkierte Daten verwendet, um Muster, Korrelationen und Cluster in Datensätzen zu erkennen. Das Clustern von Kunden und Abweichungen in Siron®One nutzt unüberwachte und teilüberwachte KI-Algorithmen.
Verstärkungslernen funktioniert durch positive oder negative Rückmeldungen, welche die Leistung oder Aktion der KI so anpassen, dass positive Rückmeldungen maximiert werden. Diese Art von Algorithmen wird in autonomen Fahrzeugen und in der Robotik eingesetzt.
Vorschriften und Gesetze zur Geldwäscheprävention (AML) sowie zum Risiko-Management sollen Geldwäsche verhindern.
Diese besteht aus drei Phasen:
- Platzierung, wobei das "schmutzige" Geld in das Finanzsystem eingebracht wird.
- Schichtung zur Verschleierung der Herkunft.
- Integration, wenn "sauberes" Geld aus dem Finanzsystem abgezogen wird.
Zu den wichtigsten Gesetzen und Organisationen für AML gehören der Bank Secrecy Act (BSA), das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN), die Financial Action Task Force (FATF) sowie der Internationale Währungsfonds (IWF).
Für Finanzinstitute sind AML-Vorschriften mit umfangreichen Compliance-Prozessen verbunden, die von der KYC-Prüfung der Kunden, Verdachtsmeldungen (SAR) und Meldungen bis zu Währungstransaktionen (CTF) reichen. Durch Einsatz der KI-gesteuerten Plattform Siron®One im Bereich Regulierungstechnologie lassen sich ressourcen- und datenintensive Aufgaben automatisieren und ein hohes Maß an Genauigkeit bei AML-Prozessen erzielen, z.B. bei Transaktionssanktionen und -überwachung.
Das Office of Foreign Assets Control (OFAC) ist eine Finanzermittlungs- und Durchsetzungsbehörde des U.S.-Finanzministeriums, die Wirtschafts- und Handelssanktionen gegen bestimmte ausländische Länder und Regime durchsetzt.
Das OFAC erlässt und vollstreckt Sanktionen gegen Länder und Personen, u.a. solche auf den Listen besonders bezeichneter Staatsangehöriger und gesperrter Personen (SDN-Liste) oder sektoraler Sanktionskennzeichnungen (SSI-Liste).
Alle Bürger der USA, dort Ansässige sowie in den USA operierende ausländische Unternehmen müssen die OFAC-Verordnungen beachten, einschließlich der Überprüfung per OCAF-Sanktionslisten, der Überwachung, der Berichterstattung und der Aufbewahrung von Unterlagen sowie der Risikobewertung und der Schulung. Zuwiderhandeln wird zivil- und strafrechtlich geahndet.
Für alle regulierten Unternehmen, also u.a. Finanzinstitute und Anbieter von Dienstleistungen für virtuelle Vermögenswerte (VASPs), ist die Kundenannahme (Onboading) der Beginn der Kundenbeziehung.
Bei der Kundenannahme wird wichtige Information, z.B. Name, Geburtsdatum, Adresse, Staatsangehörigkeit verifiziert, um Risiken zu mindern, Betrug zu verhindern und um den AML-Auflagen zu entsprechen. Auch muss die Herkunft der Mittel, die wirtschaftlich Berechtigten sowie die Risikoprofile der Kunden geprüft werden.
Ferner müssen die gesammelten Daten sicher gespeichert und hierbei die Vorschriften zur Datensicherheit und zum Datenschutz beachtet werden.
Ein oft vernachlässigter Aspekt ist die negative Erfahrung der Kunden beim Onboarding. Denn die meisten Banken verlieren viele ihrer potenziellen Kunden während dieses langwierigen und mühsamen Prozesses.
Ein web- oder mobiles digitales System wie Siron®One sorgt für Automatisierung, Rationalisierung und Beschleunigung der Kundenannahme und für aufsichtsrechtliche Compliance.
Eine Anwendungsprogrammierschnittstelle (API) ist eine Zwischenschicht, die den sicheren Zugriff auf Daten oder eine Client–Server-Funktion ermöglicht, damit unterschiedliche Anwendungen zusammenarbeiten können. Durch APIs lassen sich Fähigkeiten und Funktionen einer Software oder Plattform erweitern.
Siron®One kann zur Funktionserweiterung über öffentliche (offene) oder private APIs mit jeder Software von Drittanbietern, einschließlich CRMs, verbunden werden.
KI-gesteuerte Arbeitsablaufautomatisierung rationalisiert ganze Prozesse oder Schritte eines Geschäftsprozesses, die daten-, arbeits- und ressourcenintensiv und oft fehleranfällig sind und steigert so Effizienz und Produktivität.
Verschiedene Arten der KI-Prozessautomatisierung nutzen Teilbereiche der KI, darunter maschinelles Lernen und prädiktive Analytik. Die regelbasierte Automatisierung ist in der Compliance-Branche weit verbreitet, denn durch Definition von Business Rules, Grenzwerten und Abweichungen können KI-Modelle eine Aufgabe automatisch erledigen, z.B. eine Auffälligkeit zurückstellen, Daten extrahieren und Berichte erzeugen oder Benutzer über für die Kundenannahme erforderliche Dokumente informieren.
Die KI-gesteuerte Arbeitsablaufautomatisierung ist von unschätzbarem Wert für die Überwachung von Transaktionen und die Erstellung von zeitaufwändigen und wiederkehrenden Prüfprotokollen.
Siron®One nutzt robotergesteuerte Prozessautomatisierung (RPA), um Arbeitsabläufe zu automatisieren, Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern. Die Software stellt zudem die Datenqualität sicher und ermöglicht die Integration in bestehende Systeme.
Beim Schwarmlernen arbeiten viele ML-Modelle zusammen, um mit bestimmten Datensätzen zu trainieren und ihre Erkenntnisse in regelmäßigen Abständen durch Verschlüsselung mit anderen ML-Modellen oder einem zentralen Server auszutauschen. Schwarmintelligenz wird bei der optischen Zeichenerkennung (OCR) zur Optimierung eingesetzt.
Auf Schwarmlernen basierende OCR ermöglicht die gemeinsame Nutzung von Daten unter Wahrung der Privatsphäre und lernt aus mehreren unterschiedlichen Datensätzen zugleich. Die Daten können gelöscht werden, während das Gelernte für mehr Effizienz und Sicherheit beibehalten wird.
Alle Unternehmen müssen aus Gründen der Transparenz und des Schutzes von Interessengruppen aufsichtsrechtliche Meldungen mit finanzieller und betrieblicher Information an die Aufsichtsbehörden übermitteln. Finanzinstitute haben verschiedene aufsichtsrechtliche Meldungen einzureichen, um ihren rechtlichen Verpflichtungen, nämlich Transparenz und Rechenschaftspflicht gegenüber Interessengruppen, Anlegern und Kunden zu entsprechen, die Regulierungsbehörden beim Erhalt der Marktstabilität und dem Risiko-Management zu unterstützen sowie das Vertrauen der Anleger zu stärken.
Zu den aufsichtsrechtlichen Standardmeldungen für Finanzinstitute gehören solche zu AML/CFT (SAR und CTR), zum Risiko (Basel III- und Solvency II), dem Marktverhalten (Best Execution Reports) und Verbraucherschutz (Fair Lending Reports) sowie zum ESG (CSR) und zur Nachhaltigkeit.
Ein auslösendes Ereignis in Compliance-Software initiiert eine Reihe vordefinierter Aktionen. Zu diesen können u.a. das Überschreiten von Transaktionsschwellen, ungewöhnliche Transaktionsmuster, negative Medienberichte, Änderungen von Kundenprofilen., Sanktionslisten oder Vorschriften gehören.
Welcher Prozess initiiert wird, hängt vom Ereignis ab. So kann bei Überschreiten des Transaktionsschwellenwerts die erweiterte Sorgfaltspflicht gelten oder eine Negativmeldung das Screening negativer Medienberichte auslösen.
Auslösende Ereignisse unterstützen die Genauigkeit und Effizienz der Compliance und verbessern das Risiko-Management sowie die Ressourcenzuweisung.
Die Autorité de Contrôle Prudentiel et de Résolution (ACPR) ist Frankreichs mit der Zentralbank verbundene Aufsichts- und Abwicklungsbehörde. Die ACPR erlässt Leitlinien und Vorschriften zur Gewährleistung der Stabilität und Integrität des Finanzsektors.
Sie ist zuständig für die Aufsicht über Banken, Kreditinstitute, Finanzkonglomerate und Versicherungsgesellschaften, Regulierung sowie AML/CTF, ferner für Verbraucherschutz und Finanzstabilität, einschließlich der Abwicklung ausfallender Institute.
Das Bankgeheimnisgesetz (BSA oder BSA/AML) zielt auf die Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. BSA/AML will Finanzprozesse transparent machen und Transaktionen im Zusammenhang mit Betrug, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung aufdecken und verhindern. Alle Finanzinstitute sind verpflichtet, ein BSA/AML-Programm zu implementieren, das den BSA-Bestimmungen entspricht und nachvollziehbare Aufzeichnungen für Prüfungen bereithält.
Der BSA ermächtigt das U.S.-Finanzministerium, Finanzinstitute zur Beachtung der BSA/AML-Vorschriften sowie zu aufsichtsrechtlicher Berichterstattung und Aufbewahrung von Unterlagen zu verpflichten.
AMLA ist die neue Behörde der Europäischen Union, welche die AML/CFT-Aufsicht in der gesamten EU stärken und harmonisieren soll. Die Behörde ist eine zentrale Säule des neuen Geldwäschepräventionspakets der EU und hat ihren Sitz in Frankfurt.
In der Vergangenheit war die AML-Aufsicht in der EU fragmentiert und unterschied sich von Land zu Land. Die AMLA soll für ein einheitlicheres europäisches Vorgehen bei der Prävention von Finanzdelikten sorgen.
Betrugsprävention umfasst Kontrollen, Technologie, Richtlinien, Schulungen und Strategien, die ein Unternehmen zur Vorbeugung von Finanzbetrug und zur Compliance einsetzt. Verordnungen wie der Sarbanes-Oxley Act, GDPR, PSD2 und verschiedene Richtlinien zur Geldwäsche sind die rechtlichen und operativen Vorgaben, die zur Betrugsprävention auf globaler Ebene erforderlich sind.
Zum Betrugspräventionsprogramm eines Unternehmens gehören interne Richtlinien und Kontrollen, z.B. die Verhinderung unbefugten Zugriffs auf Finanzsysteme und -daten, die Schaffung einer Compliance-Kultur durch Aufklärung und Sensibilisierung, der Einsatz fortschrittlicher Compliance-Software für die Überwachung in Echtzeit sowie die Analyse von Transaktionen, ferner ein Rahmen für das Betrugsrisiko-Management sowie die Einrichtung eines Berichtsmechanismus.
FRAML ist ein kooperativer Ansatz zur Prävention von Betrug und Geldwäsche (AML) in einem Rahmenwerk, das Prozesse optimiert und die Praxis von Betrugserkennung und AML für bessere Ergebnisse nutzt. Die beabsichtigten Vorteile von FRAML sind reaktionsschnellere Systeme, raschere Aufdeckung, Kosteneinsparungen und verbesserte Compliance.
Einige der wichtigsten Komponenten von FRAML sind einheitliche Erkennungssysteme, gemeinsame Erkenntnisse, ein risikobasierter Ansatz, einschließlich der Priorisierung von Risiken, einfache und erweitere Sorgfaltspflicht, KYC, Transaktionsüberwachung in Echtzeit, ein einheitlicher Meldemechanismus, der Einsatz fortschrittlicher Technologie, einschließlich fortschrittlicher Analysen und Automatisierung sowie Geschäftsführung und Schulung.
Die Kundenbewertung ist risikobasiert und wird während der Annahmeprozedur durchgeführt, um das Maß der Sorgfaltspflicht gegenüber dem Kunden zu ermitteln. Kunden mit hohem Risiko unterliegen der erweiterten Sorgfaltspflicht, Kunden mit niedrigem der einfachen.
Die Finanzinstitute müssen das Risiko jedes Kunden aufgrund des Geldwäscherisikos bewerten. Dies umfasst das Ermitteln von Kunden- und Geschäftsdaten, der Staatsangehörigkeit, des wirtschaftlich Berechtigten, des Zwecks des Kontos und der Beziehung sowie die Überprüfung Begünstigter von Versicherungspolicen und die Bewertung der hiermit verbundenen Finanzdienstleistungen und Transaktionen.
Siron®One vergibt Risikobewertungen aufgrund der beim Onboarding gesammelten Information, berechnet die Risiken während der Dauer der Kundenbeziehung jedoch dymanisch.
Blockchain ist eine Methode zur Aufzeichnung von Information in einem verteilten Kassenbuch, das über ein Netzwerk gemeinsam genutzt wird. Die Daten werden in einem Block gespeichert und können nicht geändert werden, wodurch auch das digitale Kassenbuch unveränderlich wird. Blockchain-Transaktionen sind völlig transparent. Daher sind verteilte Kassenbücher für den Geldversand per App oder die unwiderlegbare Aufzeichnung sensibler Information populär geworden.
Daten werden über Peer-to-Peer-Knoten (z.B. einen Computer) übertragen. Wer Zugang zur Blockchain hat, hängt von der Art des Netzes ab. Es gibt vier Haupttypen von Blockchains, die auf Netzwerken basieren: öffentliche, private, konsortiale bzw. föderierte sowie hybride.
Eine Blockchain-Anwendung automatisiert Arbeitsabläufe, etwa das Begleichen einer Rechnung, sobald ein Nachweis über die Warenlieferung vorliegt.
Während die Blockchain Vertrauen schafft, kann sie bei Krypto-Währungen illegale Aktivitäten erleichtern, sodass es für die Compliance unerlässlich ist, AML-Maßnahmen für Krypto-Währungen zu ergreifen.
Eine Briefkastenfirma hat weder einen Geschäftsbetrieb, noch Aktivitäten oder Vermögenswerte. Briefkastenfirmen können zwar legitime Wege zum Halten von Vermögenswerten, Verwalten von Nachlässen oder Erleichtern von Geschäftstransaktionen sein, sie werden jedoch in erster Linie für illegale Aktivitäten wie Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Verschleiern der wirtschaftlichen Berechtigung und andere Finanzvergehen verwendet.
Illegale Briefkastenfirmen haben deshalb komplexe und undurchsichtige Eigentumstrukturen. Sie können Transaktionen in großem Umfang ohne klaren Geschäftszweck durchführen und sind häufig in Ländern registriert, welchen es an finanzieller Transparenz mangelt.
Auf maschinellem Lernen basierende Compliance-Software wie Siron®One kann Verknüpfungsanalysen durchführen, große Datensätze analysieren und Muster erkennen, um Briefkastenfirmen und wirtschaftlich Berechtigte aufzuspüren.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist die deutsche Finanzaufsichtsbehörde. Als autonome Bundesbehörde überwacht die BaFin den gesamten deutschen Finanzmarkt, einschließlich Banken, Versicherungen, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierhandel.
Zu ihren Aufgaben gehören Banken-, Versicherungs- und Wertpapieraufsicht, AML/CTF, Finanzstabilität und Krisenmanagement.
Zu den Richtlinien der BaFin gehören unter anderem die Mindestanforderungen an Risiko-Management (MaRisk) und Compliance (MaComp), das Kreditwesengesetz (KWG) und Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie die Solvabilität II-Richtlinie und das Geldwäschegesetz (GwG).
Business Rules bilden die Grundlage für die Automatisierung von Arbeitsabläufen in der Compliance-Software. Sie geben den Rahmen für zu ergreifende Maßnahmen vor, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt bzw. nicht erfüllt sind. Business Rules bestehen gewöhnlich aus logischen Aussagen: Wenn ein bestimmtes Ereignis eintritt, wird auf eine zuvor bestimmte Weise reagiert.
Diese im Voraus festgelegten und auf die spezifischen Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten Bedingungen können einen beachtlichen Beitrag zur Automatisierung leisten, redundante oder doppelte Arbeit reduzieren, deren Qualität erhöhen und die Compliance-Beauftragten für wertvollere Aufgaben freistellen.
Siron®One enthält einen Editor, mit dem sich Business Rules an spezifische Kundenfälle, Risikoprofile, Sorgfaltspflichten gegenüber Kunden sowie anderen Faktoren anpassen lassen.
Beim Clustering kategorisiert ein maschinelles Lernmodell Daten in Untergruppen aufgrund von Ähnlichkeiten und Verhaltensmustern einer Gruppe. Dies geschieht beim Identifizieren von Mustern in unüberwachten Lernalgorithmen, vor allem wenn die Übereinstimmungen nicht exakt zu sein brauchen. Als Hauptziel soll herausgefunden werden, wie eng ein Element mit einer Gruppe verbunden und wie die Information zu speichern ist, damit sie schnell gefunden werden kann.
Die Ähnlichkeitsfunktion, Ähnlichkeitsmetrik oder das Abstandsmaß beim KI-Clustering zeigt, wie nahe sich zwei Entitäten sind. KI-gesteuerte Compliance misst hiermit, inwiefern das Verhalten von Unternehmen von seinem Cluster oder seiner Gruppe abweicht und ob dies eine Untersuchung rechtfertigt.
Siron®One verwendet u.a. KI-gestütztes Clustering und Abweichungs-Scores, um Auffälligkeiten auszulösen, wenn sich das Verhalten einer Person oder eines Unternehmens von der Cluster- und Ausgangsinformation unterscheidet.
Die Fähigkeit künstlicher Intelligenz zum Analysieren großer Datenmengen und Erkennen verborgener Muster und Veränderungen hat immense Auswirkung auf die aufsichtsrechtliche Compliance. KI kann manuelle, fehleranfällige, daten- und arbeitsintensive Arbeiten reduzieren und in einem Bruchteil der Zeit qualitativ hochwertige Arbeit leisten.
KI kann Routineaufgaben mit passenden Business Rules automatisieren, präzisere Berichte erstellen und für Transparenz sorgen.
Vielleicht noch wichtiger ist, dass KI-gesteuerte Compliance in Echtzeit bzgl. schneller Entscheidungen weitaus effizienter ist, etwa beim Erkennen und Verhindern von Betrug, dem Überwachen und Prüfen von Transaktionen sowie dem intelligenten Erkennen von Namen. Auch ist KI entscheidend, wenn es darum geht, neue Finanzvergehen zu erkennen und mit aufsichtsrechtlichen Änderungen gleichzuziehen. Deshalb ist KI-Compliance der neue Standard für Compliance-Software.
Alle Siron®One-Module sind durch KI, ML und prädiktive Analytik gesteuert, um Arbeit zu automatisieren und Kosten zu senken.
Zwar können die Aufgaben des MLCO je nach Rechtsordnung und Organisation variieren, jedoch ist dieser gewöhnlich für die tägliche Leitung und den Betrieb des AML/CTF-Compliance-Programms einer Organisation verantwortlich.
Die Auffälligkeits- und Fallbearbeitung von Siron®One im fortschrittlichen Compliance-Dashboard mit Datenanalyse führt alle relevanten Daten an einem Ort zusammen. Dies sorgt für die eindringliche Visualisierung komplexer Daten, legt die Verbindung scheinbar unzusammenhängender Daten offen und verwendet Echtzeit- sowie historische Daten zum Aufzeigen von Abweichungen.
Das Compliance-Dashboard zeigt Status, Engpässe und ausstehende Genehmigungen an, sorgt für die Beachtung aufsichtsrechtlicher Vorschriften und Fristen und verwandelt so Herausforderungen in Chancen.
Bei einer Installation auf Container-Basis wird Software per Container-Technologie bereitgestellt, statt sie auf einem Host-Betriebssystem zu installieren. Container sind isolierte Umgebungen, in welchen sich die Anwendung und ihre Abhängigkeiten, Konfigurationen und Bibliotheken befinden. Sie nehmen nicht viel Platz ein, sind isoliert und systemunabhängig, was die Ausführung einer Anwendung in jeder Umgebung erleichtert.
Siron®One verwendet die Installation auf Container-Basis für eine unkomplizierte und schnelle Bereitstellung, Skalierbarkeit und bessere Kompatibilität.
Das Darknet ist der Teil des Internets, der absichtlich vor dem öffentlichen Internet verborgen ist und nur mit spezieller Software, Autorisierung oder Konfiguration zugänglich ist.
Das Darknet ist anonym und kann mittels Tor-Browser und I2P (Invisible Internet Project) genutzt werden, das den Internetverkehr zur Verschleierung der Identität maskiert.
Es bietet Whistleblowern Sicherheit und Privatsphäre, wird aber auch für schädliche Aktivitäten genutzt. Aufgrund seiner Anonymität sind im Darknet häufig illegale Inhalte für den Handel mit Drogen und Waffen zu finden.
Ein Datensatz ist in der Regel eine umfangreiche Sammlung von Daten, die zum Trainieren, Validieren und Testen eines KI/ML-Modells verwendet wird. Die Daten sind meist markiert, damit die Maschine lernen kann, wie sie Information kategorisiert, um in der Folge mit unmarkierten Daten umgehen zu können.
Damit das ML-Modell präzise Ergebnisse liefert, muss auch der Datensatz genau sein, damit es möglichst schnell korrekte Muster und Identifizierung lernen kann. Das Modell muss auch fair sein, damit die Ergebnisse unvoreingenommen und ethisch einwandfrei sind.
Um sicherzustellen, dass die Trainingsdatensätze hilfreich, genau und effizient sind, müssen die Daten vorverarbeitet werden, einschließlich der Korrektur von Markierungsfehlern, der Normalisierung der Daten und der Behandlung fehlender Werte. Die Datensätze müssen auch groß und vielfältig genug sein, damit die Ergebnisse verschiedene Situationen berücksichtigen und das ML-Modell nicht verzerren.
Dauerhaftes KYC ist die fortlaufende Überwachung und Aktualisierung von Kundeninformation und unterscheidet sich insofern vom statischen KYC, als es nicht nur bei der Annahme und periodisch durchgeführt wird.
Dauerhaftes KYC ermöglicht dynamische Risikobewertung aufgrund von auslösenden Ereignissen, verbessertes Risiko-Management sowie präzisere Compliance.
Dezentrale autonome Organisationen (DAOs) werden von intelligenten Verträgen auf der Blockchain vollständig zentral verwaltet und kontrolliert. Alle DAO-Mitglieder haben Token, die sie zur Abstimmung oder zum Einbringen von Vorschlägen und Änderungen berechtigen.
Obwohl ihr rechtlicher Status nach Gerichtsbarkeit variiert, unterliegen DAOs Compliance-Regeln, z.B. zu AML/KYC Geschäftsführung, Sicherheitsgesetzen und Steuern.
DeFi ist ein Finanzsystem, das auf einem dezentralen Netzwerk aufbaut und von keiner Zentrale und keinem Vermittler kontrolliert wird. Mittels intelligenter Verträge ermöglicht DeFi Finanzdienstleistungen wie Kreditvergabe, Kreditaufnahme, Handel und Zinserträge und bietet mehr Transparenz, Kontrolle und Sicherheit.
Je nach Finanzprodukt und Gerichtsbarkeit kann DeFi AML/KYC, GDPR, Verbraucherschutzgesetzen, Steuern sowie der aufsichtsrechtlichen Meldungspflicht unterliegen. Einige DeFi geben Token aus. In Rechtsordnungen, die Token als Wertpapiere einstufen, unterliegt DeFi den Wertpapiergesetzen.
Bei einem dezentralen Netzwerk sind Entscheidungen auf viele Knoten verteilt, was es sicherer, transparenter und widerstandsfähiger macht, da es weniger Fehlerquellen gibt und die Kontrolle auf viele Nutzer verteilt ist. Blockchain und dazugehörige Anwendungen, etwa die Krypto-Währungen Bitcoin oder Ethereum oder intelligente Verträge, laufen auf dezentralen Netzwerken.
Diese unterliegen etlichen Vorschriften, die auch für zentrale Netzwerke gelten, z.B. DSGVO, CCPA in Kalifornien, Wertpapiergesetze, Verbraucherschutz und Steuern. Die dezentrale Finanzierung (DeFi) unterliegt ebenfalls strengen AML/KYC-Auflagen.
Dienstleister für virtuelle Vermögenswerte sind Plattformen für den Austausch, die Übertragung, Verwahrung, Verwaltung oder Ausgabe von virtuellen Vermögenswerten, z.B. NFTs, Krypto-Börsen oder Krypto-Wallet-Anbieter.
VASPs ermöglichen den Tausch von virtuellen Vermögenswerten in andere digitale Vermögenswerte oder Fiat-Währungen. Sie können auch Verwahrungsdienstleistungen (z.B. bei digitalen Vermögenswerten) oder Emissionsdienstleistungen (z.B. Erstausgabe von Kryptowährungs-Token, Initial Coin Offerings oder ICOs), erbringen.
VASPs müssen AML/KYC durchführen und verdächtige Transaktionen überwachen und melden.
Eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) ist eine digitale Fiat-Währung. Sie ist nicht dezentral wie Krypto-Währungen, funktioniert parallel zum Bargeld und wird von Regierungen gestützt. Für CBDCs gelten dieselben Vorschriften wie für Fiat-Geld. Zudem müssen die Institute die BSA/AML-, CTF- und Datensicherheitsvorschriften einhalten.
Verschiedene Regierungen sind im Begriff, CBDCs einzuführen, z.B. China den digitalen Yuan, die EU den digitalen Euro oder die USA den digitalen Dollar.
Digitale/virtuelle Vermögenswerte haben ein digitales Format und einen Wert, können aber auch an einen realen Vermögenswert als dessen digitale Repräsentanz gekoppelt sein, z.B. an ein tokenisiertes reales Gemälde.
Zu den bekannten digitalen Vermögenswerten gehören Krypto-Währungen und Stablecoin, NFT (non-fungible token) sowie Sicherheits-Token, die das Eigentum an Vermögenswerten repräsentieren.
Virtuelle Vermögenswerte werden manchmal als Wertpapiere eingestuft und unterliegen den Wertpapiergesetzen, einschließlich Registrierung, Offenlegung und Steuervorschriften. Plattformen, die mit virtuellen Vermögenswerten handeln, müssen auch AML und KYC, Datensicherheit sowie Daten- und Verbraucherschutz umsetzen und aufsichtsrechtlichen Meldepflichten nachkommen.
Das Drei-Linien-Modell ist ein Rahmenwerk für die Compliance, das viele Organisationen für das Risiko-Management verwenden.
Das Modell ist optimal, da es die Trennung der Zuständigkeiten, die Definition und angemessene Verteilung der Rollen sowie eine unvoreingenommene Überprüfung der Wirksamkeit der Compliance und der internen Kontrolle gewährleistet.
Phasen:
Erste Linie: Diese konzentriert sich auf die tägliche operative Verwaltung und Kontrolle. Sie identifiziert und steuert Risiken, implementiert und unterhält interne Kontrollen, gewährleistet die Einhaltung geltendener Gesetze, Vorschriften und Richtlinien und berichtet über Risiken und die Wirksamkeit der Kontrollen.
Zweite Linie: Diese konzentriert sich auf die Überwachung und Unterstützung der Risiko-Management- und Compliance-Funktionen. Sie bedingt die Entwicklung eines umfassenden Rahmens für das Risiko-Management, die Überwachung von Gesetzen, Vorschriften und internen Richtlinien sowie Anweisungen für die erste Linie. Sie führt auch Risikobewertungen und Berichterstattungen durch und sorgt für die Einhaltung gesetzlicher und ethischer Standards.
Dritte Linie: Diese konzentriert sich auf die Innenrevision und die unabhängige Prüfung. Sie nimmt eine unabhängige Bewertung der Wirksamkeit interner Kontrollen, des Risiko-Managements, der Unternehmensführung sowie der ersten und zweiten Linie vor, berichtet über Erkenntnisse und Empfehlungen und stellt sicher, dass Korrekturen umgesetzt werden.
Die dynamische Risikoklassifizierung ist erforderlich, weil sich die Risikoprofile im Laufe der Kundenbeziehungs ändern. KI und maschinelles Lernen ermöglichen dynamische Risikoklassifizierung durch Verarbeitung und Analyse großer Datenmengen, Muster- und Anomalieerkennung sowie durch selbständiges Lernen.
KI/ML überwachen alle Transaktionen in Echtzeit und erkennen Verhaltensänderungen durch Datenanalyse und prädiktive Analytik. ML kann je nach dynamischer Risikoeinstufung einfache oder erweiterte Sorgfaltspflichten auslösen. Mittels prädiktiver Analytik können historische Daten analysiert werden, um Risiken genauer zu klassifizieren. Die KI-gesteuerte Suche nach negativen Medienberichten in Echtzeit ist eine weitere Möglichkeit der Kalibrierung von Risiken durch KI.
Siron®One nutzt KI und deren Untergruppen, ML, tiefes Lernen, NLP, prädiktive Analytik sowie gennerative KI, um Kundendaten zu jedem Zeitpunkt dynamisch auszuwerten und präzise Risikobewertungen zu erstellen.
Dynamische Schwellenwerte passen die in Business Rules definierten Limits anhand von Echtzeitdaten und Abweichungen bei der Verhaltensanalyse an. Moderne ML-basierte Compliance-Software wie Siron®One berechnet dynamische Schwellenwerte mittels ML und prädiktiver Analytik in Echtzeit und löst Ereignisse aus.
Dank dynamischer Schwellenwerte lässt sich besser auf geänderte Bedingungen und neue Bedrohungen reagieren. Durch kontinuierliche Überwachung und Datenerfassung kann Siron®One verdächtiges Verhalten erkennen und die Schwellenwerte senken oder erhöhen.
Bei dieser Betrugsart wird falsche oder irreführende Information per E-Mail oder Telefon übermittelt. Zu den häufigsten Fällen gehören Phishing, Kompromittierung von Geschäfts-E-Mails, Anlage-, Online-Auktions- und Vorschussbetrug.
E-Mail- und Telefonbetrug werden zivil- und strafrechtlich geahndet. Präventivmaßnahmen wie die Multi-Faktor-Authentifizierung sind unerlässlich.
Echtzeitverarbeitung bezieht sich auf die kontinuierliche und sofortige Analyse von Daten, die in der Regel per maschinellem Lernen aus Transaktionen und auslösenden Ereignissen gesammelt werden, um Anomalien zu erkennen und Betrug zu verhindern. Die Echtzeitverarbeitung nutzt KI/ML, um sofortige Erkenntnisse zu liefern und schnelles Handeln zu ermöglichen.
KI/ML sammelt kontinuierlich Daten aus Transaktionsdatensätzen, Kundenprofilen, Kommunikationsprotokollen, negativen Medienberichten und Sanktionslisten. Das ML-Modell analysiert die Daten sofort, um Muster, Korrelationen und Anomalien zu erkennen.
Die Echtzeitverarbeitung wird auch bei der Handelsüberwachung, der Prävention von TBML, der Überprüfung von Sanktionen, AML sowie KYC eingesetzt.
eFolder (oder eDossier) ist IMTFs mehrfach ausgezeichnete Verwaltungslösung für Organisation, Verarbeitung, gemeinsamen Nutzung, Verwaltung von Dateien und Information in elektronischen Ordnern. Die Software kann jeden Dateityp speichern und bietet eine Anleitung für eine organisierte und strukturierte Ablage jedes Dokuments.
Die Egmont-Gruppe erleichtert den Informationsaustausch zwischen den FIUs.
Sie ist verantwortlich für die internationale Zusammenarbeit zwischen den FIUs, für Schulungen, die Einführung bewährter Praktiken, die Durchsetzung der Compliance und den Einsatz von Regulierungstechnologie.
Elektronisches Know Your Customer (eKYC) führt KYC zum Zweck besserer Effizienz digital durch. Manuelle KYC umfasst das Sammeln von Dokumenten sowie persönliche Überprüfungen und erfordert einen hohen Aufwand von Ressourcen.
Fortschrittliche Compliance-Software wie Siron®One digitalisiert jedoch KYC-Prozesse von Anfang bis Ende. Web-Schnittstellen, eine leicht zu bedienende Benutzeroberfläche und KI, die vorgibt, welche Dokumente je nach Kundenprofil erforderlich sind, machen die eKYC-Lösung von Siron®One unkompliziert in der Anwendung und verbessern Datenschutz und Sicherheit.
Embargos sind regierungseitige Beschränkungen von Handels- und Wirtschaftsaktivitäten mit bestimmten Ländern, Organisationen oder Einzelpersonen, die gegen internationales Recht verstoßen, z.B. durch Förderung von Cyber-Angriffen, Menschenrechtsverletzungen oder Völkermord. Iran, Nordkorea und Kuba stehen auf Embargo-Listen der USA und anderer Länder, die Handel, Reisen und Transaktionen verbieten.
Unternehmen dürfen keine Geschäfte mit Ländern oder Einrichtungen tätigen, gegen die ein Embargo verhängt wurde. Zudem müssen sie Änderungen der Embargo-Listen beachten. Die Nichteinhaltung von Embargo-Vorschriften kann zu Geldstrafen, Sanktionen und Rufschädigung führen.
Das Entitäts-Screening gleicht Entitäten wie Konzerne, Unternehmen oder andere juristische Personen mit Sanktionslisten, PEP-Listen und Watchlists ab. Es ist obligatorischer Bestandteil von Compliance und trägt zur Risikominderung bei.
Als Teil des Kundeananahmeprozederes (KYC/einfache Sorgfaltspflicht und erweiterte Sorgfaltspflicht), kann unterlassenes Screening zu Geldstrafen und Sanktionen führen.
Der Entitätsabgleich identifiziert und konsolidiert Information einer Entität oder Person in verschiedenen Datensätzen, um Duplikate, Inkonsistenzen oder Anomalien zu erkennen und zu korrigieren.
Per ML-gesteuertem intelligentem Namens-Screening, NLP und unscharfem Abgleich identifiziert Siron®One eine Entität auch dann, wenn es Abweichungen bei Namen oder anderen Attributen gibt.
Siron®One analysiert zudem Verbindungen zwischen Entitäten und standardisiert und speichert diese Information.
Bei KI-basierten Echtzeitentscheidungen geht es darum, eine Situation sofort zu bewerten.
KI kann große Mengen an strukturierten und unstrukturierten Daten in Sekundenschnelle verarbeiten und analysieren. Diese Fähigkeit ist von entscheidender Bedeutung, wenn man so schnell als möglich entscheiden muss.
Bei der Compliance sind Echtzeitentscheidungen in einigen Fällen obligatorisch, z.B. bei Betrug oder zum Verhindern von Transaktionen, damit Verbraucher kein Geld an böswillige Akteure verlieren. Es ist aber so gut wie unmöglich, illegale Transaktionen in Echtzeit manuell zu stoppen. KI kann nicht nur Daten erfassen, verarbeiten und analysieren, sondern ML-Modelle können auch Muster, Trends und Anomalien erkennen und den Benutzern helfen, Entscheidungen zu treffen.
Siron®One nutzt fortschrittliches maschinelles Lernen, prädiktive Analytik und natürliche Sprachverarbeitung, um Daten zur Zeit ihres Entstehens oder Übermittelns zu analysieren. Die Software erkennt Anomalien in Mustern und löst Auffälligkeiten aufgrund von Business Rules und Schwellenwerten aus, was zu schnellen und fundierten Entscheidungen führt.
Erklärbare KI liefert eine transparente Erklärung der Entscheidungen, die zum Ergebnis geführt haben.
Im Blick auf Compliance heißt dies, dass die Ergebnisse überprüfbar sind, Antidiskriminierungsgesetze und Bestimmungen wie das "Recht auf Erklärung" der DSGVO befolgt werden und klare, gut informierte Entscheidungen möglich sind. Erklärbare KI stärkt zudem das Vertrauen bei allen Beteiligten, auch bei aufsichtsrechtlichen Meldungen und der Aufsicht im Allgemeinen.
Die erweiterte Sorgfaltspflicht (EDD) stellt strengere Anforderungen an Kunden mit höherem Risiko, z.B. PEPs, Unternehmen in risikoreichen Regionen, vermögende Privatpersonen oder ungewöhnliche Transaktionsmuster. EDD ist ein langwieriger und mühsamer manueller Prozess, der durch KI/ML-basierte Compliance-Software wie Siron®One erheblich verschlankt wird.
So automatisiert KI das Screening, einschließlich der Überprüfung von Unternehmen anhand von internationalen Watchlists, Sanktions- und PEP-Listen und passt sich an Änderungen der aufsichtsrechtlichen Vorgaben an.
ML bewertet hingegen Risiken und priorisiert Auffälligkeiten anhand von Echtzeitaktivitäten, um Risiken und falsch-positive Treffer zu minimieren. Prädiktives Lernen erkennt neue Muster der Finanzkriminalität und reduziert Risiken.
Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde ist die für den europäischen Banksektor zuständige Regulierungsbehörde der EU. Ihr Ziel ist die Erhaltung der Finanzstabilität, der Schutz der Verbraucher sowie die Prävention von Finanzkriminalität. Der Rechtsrahmen umfasst die Beachtung von PSD2, MiFID II und MiFIR, AML/CTF, CRR und CRD IV sowie der Richtlinie zur Sanierung und Abwicklung von Banken (BRRD).
Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde ist die für den europäischen Banksektor zuständige Regulierungsbehörde der EU. Ihr Ziel ist die Erhaltung der Finanzstabilität, der Schutz der Verbraucher und die Prävention von Finanzkriminalität. Der Rechtsrahmen umfasst die Beachtung von PSD2, MiFID II und MiFIR, AML/CTF, CRR und CRD IV sowie der Richtlinie zur Sanierung und Abwicklung von Banken (BRRD).
Das zur Europol gehörende EFECC soll komplexe, transnationale Finanz- und Wirtschaftskriminalität verhindern. Zu seinen Schwerpunkten gehören die Prävention von Geldwäsche, Betrug, Korruption, Verstößen gegen geistiges Eigentum, Finanzmarktmanipulation und Cyber-Kriminalität.
Neben der Mitwirkung an der EU-Regulierungspolitik und der Interessenvertretung ist das EFECC für das Sammeln von Information und die Forschung, den Aufbau von Kapazitäten, die Koordinierung mit anderen Regulierungsorganisationen sowie die Durchsetzung von Vorschriften in den EU-Mitgliedstaaten zuständig.
Der Ausschuss ist in der EU ansässig und bewertet die Beachtung internationaler Standards zur Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie deren Wirksamkeit.
Die Mitgliedsstaaten sind zumeist Mitglieder des Europarats sowie einige Nichtmitglieder und Beobachter von Organisationen, z.B. FATF, IWF, Weltbank und die EU-Kommission.
Der Ausschuss bewertet die AML/CFT-Rahmenwerke der Mitgliedstaaten, das Maß, mit dem sie der FATF 40 Recommendations folgen sowie die Wirksamkeit ihrer Umsetzung. Die Mitgliedstaaten sind aufgefordert, Fortschrittsberichte und Maßnahmen zur Behebung festgestellter Mängel vorzulegen.
Der Ausschuss erforscht zudem Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierungstypologien, um neue Trends, Risiken und Techniken der Terrorismusfinanzierung zu erkennen.
Die Fallbearbeitung in Compliance-Software sammelt im Allgemeinen alle gleichzeitigen und relevanten Daten eines Kunden an einem Ort, um leicht auf diese zugreifen und deren Kontext zu verstehen zu können.
In einer fortschrittlichen Compliance-Plattform wie Siron®One digitalisiert die Fallbearbeitung den gesamten Kundenbeziehungszyklus für eine 360°-Sicht auf den Kunden, also die Kundenannahme und KYC, dynamische Risikobewertung, Verhaltens-Clustering und -analyse, historische Transaktionen und Auffälligkeiten, Arbeitsprioritäten usw. Diese Daten können per Smart View grafisch dargestellt werden.
Die Fallbearbeitung von Siron®One ist die Schaltstelle der Plattform, die Daten, Auffälligkeiten und Module miteinander verbindet, Änderungen verfolgt und Workbenches, das Bearbeiten von Business Rules sowie Zusammenarbeit ermöglicht.
ML-basierte Compliance-Software erzeugt Auffälligkeiten, wenn sie verdächtige Aktivitäten und Äderungen in den Mustern erkennt. Die Anzahl falsch-positiver Treffer bzw. fälschlicher Weise ausbleibender (falsch-negativer) Treffer gibt Auskunft über die Fähigkeit bzw. Unfähigkeit des ML-Modells, korrekte Auffälligkeiten auszulösen.
Falsch-positive Treffer entstehen, wenn die Software eine legitime Transaktion als verdächtig identifiziert. Dies führt zu Zeitverlusten bei manuellen Untersuchungen und erhöhter Arbeitsbelastung.
Falsch-negative Treffer treten hingegen gar nicht erst auf, dann nämlich, wenn die ML-gesteuerte Software eine verdächtige oder nicht konforme Aktivität nicht erkennt, was zu schwerwiegenden Folgen wie der Begünstigung von Finanzkriminalität, Compliance-Verstößen und Reputationsschäden führen kann.
Siron®One bietet nicht nur die höchste Präzision aller Compliance-Lösungen, sondern auch laufende Modelljustierung und dauerhaftes Lernen. Die Lösung ist zudem risikobasiert, reichert Daten an, erlaubt menschliche Eingriffe in das ML-Modell und wird hierdurch kontinuierlich besser.
Fehlertoleranz ist die Fähigkeit der Software, trotz Ausfällen oder Störungen in System oder Infrastruktur weiterhin korrekt zu funktionieren. Bei Regulierungs-Software ist Fehlertoleranz von entscheidender Bedeutung, da sie sensible Daten verarbeitet, in Echtzeit funktionieren und stets genaue Ergebnisse liefern muss.
Fehlertoleranz lässt sich in Cloud-basierter Software wie Siron®One leicht implementieren, indem Redundanz über mehrere Server und Datenbanken an verschiedenen geografischen Standorten genutzt wird, sodass die Software bei Ausfall eines Servers auf einen anderen umschaltet.
Die FATF (Financial Action Task Force) ist eine zwischenstaatliche Organisation, die zur Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung und zur Wahrung der Integrität des internationalen Finanzsystems gegründet wurde. Die FATF-Vorschriften wurden weitgehend global übernommen und erfordern strenge Regulierungs- und Durchsetzungssysteme.
FATF bestimmt nicht nur internationale aufsichtsrechtliche Standards und bewertet und überwacht deren Beachtung, sondern gibt auch schwarze Listen und Sanktionslisten heraus, die alle Finanzinstitute im Zuständigkeitsbereich beachten müssen.
Die Financial Conduct Authority (FCA) ist eine britische Aufsichtsbehörde, die für den Schutz der Verbraucher, die Verbesserung der Marktintegrität und die Förderung des Wettbewerbs in der Finanzdienstleistungsbranche sorgt.
Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen Regulierungsaufsicht, Überwachung und Durchsetzung, Förderung von Wettbewerb und Innovation, Bildung und Beratung, Politik und Regelsetzung sowie Untersuchungen und Sanktionen.
Das FinCEN des US-Finanzministeriums wurde zur Prävention von Geldwäsche und illegaler Nutzung des Finanzsystems gegründet. Zu seinen Schwerpunkten gehören auch die Prävention von TBML und Verordnungen zur Krypto-Finanz.
Neben der Entwicklung und Durchsetzung von Vorschriften und Richtlinien ist das FinCEN für die Sammlung von Daten und Information sowie für die Zusammenarbeit mit zwischenstaatlichen Stellen zuständig.
Alle U.S.-Finanzinstitute befolgen die vom FinCEN erlassenen Vorschriften, von welchen einige die Compliance mit BSA/AML, SAR, CDD, Beneficial Ownership Rule, FBAR und dem U.S. Patriot Act betreffen.
Die belgische Regulierungsbehörde FSMA beaufsichtigt Unternehmen und Produkte des Finanzsektors, einschließlich Banken, Versicherungen, Renten/Pensionen sowie Finanzprodukte und -dienstleistungen. Sie ist für die Transparenz, Effizienz und Integrität der Finanzmärkte verantwortlich.
Zu ihren Aufgaben gehören u.a. der Erlass von Vorschriften und deren Durchsetzung, die Beaufsichtigung von Finanzinstituten, die Aufsicht über die Unternehmensführung, die Marktaufsicht zur Verhinderung von Missbrauch und Betrug sowie der Verbraucherschutz und die Bildung.
Die FSMA gewährleistet in Belgien die Umsetzung von AML/CFR-Vorschriften seitens der Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW) sowie der Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente II (MiFID II).
FINTRAC ist die kanadische Finanzermittlungsstelle, die für die Überwachung der AML/CTF-Vorschriften zur Aufdeckung, Verhinderung und Eindämmung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zuständig ist.
FINCTRAC überwacht das aufsichtsrechtliche Meldewesen und die Transaktionsmeldungen, stellt die Einhaltung der Vorschriften durch die Meldepflichtigen sicher und erstellt Information zu AML/CTF, einschließlich Trends der Finanzkriminalität.
Das Finanzermittlungsprogramm ist durch das Gesetz zur Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (PCMLTFA) dazu ermächtigt, verwertbare Erkenntnisse zu gewinnen und mit nationalen und internationalen Behörden bei der Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zusammenzuarbeiten.
Solche Finanzinstitute erbringen Finanzdienstleistungen, ohne als herkömmliche Bank tätig zu sein. Beispiele hierfür sind Zahlungsdienstleister, Fintech-Unternehmen, Versicherer, Wertpapierfirmen, Geld- und andere regulierte Finanzdienstleister. NBFIs unterliegen gewöhnlich ähnlichen Verpflichtungen zur Prävention von Geldwäsche und Finanzdelikten wie Banken.
Finanzintermediäre fungieren als Mittler, die Transaktionen im Finanzsystem erleichtern. Sie spielen durch Liquidität, Fristentransformation, Risikodiversifizierung und Informationsverarbeitung eine entscheidende Rolle. Banken, Wertpapierfirmen, Versicherungsgesellschaften, Pensionsfonds und Investmentfonds sind allesamt Finanzintermediäre.
Finanzintermediäre müssen aufsichtsrechtliche Vorschriften erfüllen, etwa in Bezug auf Kapital- und Liquiditätsanforderungen, Verhaltensvorschriften wie Verbraucherschutz und Marktverhalten, Maßnahmen zur Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, Sanktionsüberwachung, Berichterstattung und Offenlegung sowie Unternehmensführung und Verbraucherdatenschutz.
Je nach Rechtsordnung beachten Finanzintermediäre die Vorschriften des BCBS, der FATF, der IOSCO, der IAIS, des FSB oder anderer Regelwerke.
Unter Finanzkriminalität versteht man Aktivitäten, die den illegalen Erwerb von Finanzmitteln durch Betrug, Täuschung und Untreue zum Ziel haben. Hierzu gehören Geldwäsche, Betrug, Korruption, Terrorismusfinanzierung, Steuerhinterziehung, Insiderhandel und Sanktionsverstöße.
Alle Finanzunternehmen und regulierten Unternehmen sind zu Maßnahmen gegen Finanzkriminalität hinsichtlich Aufdeckung, Verhinderung und Minderung verpflichtet und zwar durch KYC, AML-Programme, einfache und erweiterte Sorgfaltspflichten, Sanktions-Screenings sowie Transaktionsüberwachung, Wirtschaftsprüfungen, Schulungen, Umsetzung interner Richtlinien, Kontrollen und Berichterstattung.
Die Schweizer Finanzmarktaufsicht (FINMA) überwacht die Finanzmärkte, schützt Gläubiger, Anleger und Versicherungsnehmer und beaufsichtigt Banken, Versicherungen, Börsen, Effektenhändler und kollektive Kapitalanlagen. Zu den Schwerpunkten gehören ESG und nachhaltige Finanzen, Cyber-Sicherheit und Finanztechnologie.
Zu den Aufgaben der FINMA gehört die Aufsicht, der Erlass von Verordnungen, deren Durchsetzung, die Erteilung von Genehmigungen, das Krisen-Management sowie die Wahrung der Stabilität. Unter die von Finanzinstituten zu beachtenden Verordnungen fallen u.a. Eigenkapitalanforderungen, AML, Verhaltensregeln für die Geschäftsabwicklung, Unternehmensführung, Marktverhaltensregeln und Liquiditätsanforderungen.
Der internationale Finanzstabilitätsrat (FSB) überwacht die Stabilität des globalen Finanzsystems. Als Reaktion auf die Finanzkrise von 2007 durch die G20 ins Leben gerufen, zielt der FSB auf die Stärkung der Finanzmarktregulierung und der Stabilität ab.
Zu seinen Aufgaben gehören die Überwachung und Bewertung der Finanzstabilität, die Entwicklung von Standards des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht (BCBS), der Internationalen Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden (IOSCO) sowie der Internationalen Vereinigung der Versicherungsaufsichtsbehörden (IAIS), die politische Koordinierung mit nationalen Behörden und grenzüberschreitende Abwicklung, die Entwicklung von makropolitischen Maßnahmen und Krisenmanagement sowie die Gewährleistung der Widerstandsfähigkeit der Finanzmarktinfrastruktur.
Finanztechnologie ist die Einbeziehung von Technologie in Finanzdienstleistungen zu deren Verbesserung. Es existiert eine breite Palette von Anwendungen, z.B. digitale Geldbörsen, Robo-Advisors oder P2P-Kreditplattformen.
Die Finanztechnologie muss ähnliche Vorschriften wie herkömmliche Finanzinstitute beachten, z.B. KYC, SAR- und Echtzeitmeldungen, Transaktionsüberwachung, Verbraucherschutz und faire Kreditvergabepraxis, PSD2, das Dodd-Frank-Gesetz, AML- und Betrugspräventionsmaßnahmen sowie Cyber-Sicherheit und Datenschutz.
Finanztransfergeschäfte bestehen darin, das Geld oder Werte zwischen Einzelpersonen, Unternehmen oder Standorten über Zahlungs-, Überweisungs- oder Abrechnungsnetzwerke transferiert werden. Beispiele für MVTS sind Überweisungsanbieter, Geldtransferunternehmen und spezielle Zahlungsdienstleister. MVTS-Unternehmen unterliegen aufgrund ihres Risikos für Finanzdelikte generell den AML/CFT-Vorschriften.
Folder Manager von IMTF ist ein System, das nicht nur den Zugriff auf digitale Dokumente erleichtert, sondern auch effiziente und flexible Eingabekanäle für das Speichern von Dokumenten bietet. Die Software verfügt über eine leistungsstarke RESTful-API-Schnittstelle, die den sofortigen Zugriff auf Daten ermöglicht, die per optischer Zeichenerkennung (OCR) aus digitalisierten Dokumenten extrahiert wurden. Wenn Dokumente gescannt und verarbeitet werden, erfasst Folder Manager die Information und speichert sie in seinem Repository, sodass nachfolgende Prozesse per API auf diese Daten zugreifen können. Dies verbessert die Automatisierung und Effizienz verschiedener Arbeitsabläufe, etwa bei der Kundenannahme.
Die französische Finanzmarktaufsichtsbehörde Autorité des Marchés Financiers ist für verbesserte Finanztransparenz, Geldwäscheprävention und Terrorismusfinanzierung sowie für den Schutz von Investitionen zuständig. Die AMF legt die Regeln für die Vorschriften fest und setzt Richtlinien wie die MiFID II der EU in Frankreich um.
Sie beaufsichtigt Finanzinstitute, darunter Makler, private Vermögensverwalter und Emittenten digitaler Vermögenswerte. In der Climate and Sustainable Finance Commission (CSFC) fördert sie sozial verantwortliche Investitionen (SRI) und überwacht ESG-Finanzinstrumente, um Greenwashing zu verhindern.
MSBs sind Finanzinstitute (keine Banken), die Dienstleistungen wie Währungsumtausch, Scheckeinlösung und das Ausstellen oder Einlösen von Zahlungsanweisungen und Reiseschecks anbieten. Sie sind wichtige Dienstleister für Menschen ohne Bankverbindung.
MSBs müssen sich registrieren lassen und sind gegenüber Aufsichtsbehörden wie FinCEN in den USA, FCA in Großbritannien, FINTRAC in Kanada und den Zentralbanken in ihren Ländern verantwortlich.
Zudem müssen sie alle Compliance-Protokolle in ihrer Gerichtsbarkeit umsetzen, z.B. AML, einfache Sorgfaltspflicht, Verdachtsmeldungen, STR, Transaktionsüberwachung und Prüfprotokolle, interne Richtlinien und Kontrollen, Mitarbeiterschulungen oder die regelmäßige Prüfung der AML-Programme.
Unter Geldwäsche versteht man die Umwandlung illegaler Gelder in legales Geld.
Dies geschieht in drei Phasen:
Platzierung: Das Schwarzgeld wird in das Finanzsystem eingeschleust, indem es auf Bankkonten eingezahlt, in hochwertige Vermögenswerte investiert oder in legalen Geschäften verwendet wird.
Schichtung: Die Herkunft der Gelder wird durch ein komplexes Netz von Konten und Transaktionen unter Verwendung von Briefkastenfirmen verschleiert.
Integration: Die Gelder sind nach erfolgreichem Waschen nicht mehr von legalen Geldern zu unterscheiden und werden in die Wirtschaft reinvestiert.
Weltweit gibt es zahlreiche Rahmenwerke und Standards zur Geldwäscheprävention, die von den Finanzinstituten beachtet werden müssen, etwa die FATF 40 Recommendations, die AML-Richtlinien der EU, den Bank Secrecy Act (BSA) AML sowie den U.S. Patriot Act, die Richtlinien des IWF/der Weltbank, des Basel AML Index, der MENAFATF sowie der Egmont Group of FIUs, um nur einige zu nennen.
Ungeachtet der unterschiedlichen Regelungen der Länder und Rechtsordnungen ist die Umsetzung der wichtigsten Compliance-Maßnahmen nicht verhandelbar. Finanzunternehmen müssen einfache Sorgfaltspflicht walten lassen, Verdachtsmeldungen einreichen, einen Prüfpfad erstellen, überwachen, Risiken bewerten, interne Kontrollen einführen und Mitarbeiter schulen.
Der MLRO einer Organisation – in der Regel von Banken, Finanzinstituten, Fintech-Unternehmens, Versicherungsgesellschaften anderer regulierten Unternehmen – verantwortet die Überwachung des Compliance-Programms zur Prävention von Geldwäsche (AML) und Terrorismusfinanzierung (CTF).
Die AML-Richtlinien eines Unternehmens enthalten einen Rahmen für Risikobereitschaft und -toleranz, der u.a. die Definition von risikoreichen und inakzeptablen Kundentypen, verbotenen Handlungen, Verantwortlichkeiten und Rechten der Mitarbeiter enthält.
Dies hilft den Unternehmen, die Vorschriften der weltweiten AML-Entscheidungsträger (z.B. Financial Action Task Force (FATF), Financial Industry Regulatory Authority (FINRA), die Geldwäscherichtlinie der Europäischen Kommission, der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), des kanadischen Financial Transactions and Reports Analysis Centre of Canada (FINTRAC) sowie der Monetary Authority of Singapore (MAS)) zu beachten.
Zu allen AML-Programmen gehören Sorgfaltspflichten gegenüber den Kunden (KYC), das Überprüfen von Sanktionen, Watchlists und politisch exponierten Personen (PEP), Überwachen von Transaktionen, Melden verdächtiger Aktivitäten, Schulen von Mitarbeitern sowie die Weitergabe relevanter Information an die Aufsichtsbehörden.
Da Geldwäsche immer komplexer wird, müssen Unternehmen ihre Richtlinien laufend anpassen, um neuen kriminellen Aktivitäten einen Schritt voraus zu sein, etwa mit KI- und ML-gesteuerten Compliance-Plattformen wie Siron®One.
Zur Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung führt die Europäische Kommission Risikobewertungen durch und erlässt Gesetze. Die erste Geldwäscherichtlinie der EU wurde 1990 verabschiedet. Seitdem ist die Geldwäscheprävention für die Compliance mit aufsichtsrechtlichen Vorschriften unerlässlich geworden.
Die Geldwäscherichtlinie konzentriert sich auf die Rückverfolgbarkeit von Finanzinformation, um die Integrität des Finanzsystems und die globale finanzielle Sicherheit zu gewährleisten. Sie gilt auch für digitale Vermögenswerte und Crowdfunding.
Wichtig für die Compliance sind hierbei die Sorgfaltspflichten bei der Annahme von Kunden, die Überwachung der Transaktionen und die Meldung verdächtiger Aktivitäten.
Die Europäische Kommission überprüft die Geldwäscherichtlinie regelmäßig, um auf Änderungen im Finanzsystem einzugehen, etwa das Einbeziehen der Verordnung zur Rückverfolgbarkeit von Geldtransfers (TFR) bei Krypto-Währungen.
Mit Siron®One lassen sich Vorschriften an Änderungen der Geldwäscherichtlinie anpassen, um konform zur Gesetzgebung der Länder zu bleiben, in welchen die Institute tätig sind.
Der Gemeinsame Meldestandard ist eine von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) festgelegte Methode zur Offenlegung und zum Austausch von Finanzinformation. Er ähnelt dem Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA) und zielt auf die Prävention von Steuerhinterziehung ab.
Finanzinstitute in den über 100 Ländern, die CRS eingeführt haben, müssen ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen, Konten dokumentieren und identifizieren sowie Berichte zur Steuergesetz-Compliance übermitteln.
CRS unterscheidet sich von FATCA dadurch, dass es auf der steuerlichen Ansässigkeit und nicht auf der Staatsangehörigkeit basiert und daher einen viel breiteren Anwendungsbereich hat.
Siron®One automatisiert die Arbeitsabläufe bei CRS- und FATCA-Meldungen und erhöht so die Effizienz von Finanzinstituten.
Generative KI (GenAI) verwendet Modelle zum tiefen Lernen (z.B. Generative Adversarial Networks, GANs), um neue Texte, Daten, Musik oder Bilder aufgrund der Daten zu erzeugen, mit welchen sie trainiert wurde. Generative KI findet Anwendung in Chatbots, Datenerweiterung und der Datensynthese.
Siron®One nutzt die Verarbeitung natürlicher Sprache (NLP) zum Scannen umfangreicher Quellen und anschließend generative KI für eine kurze Zusammenfassung, die sofortiges Handeln ermöglicht.
Geschäftsbanken erbringen Bankdienstleistungen für Unternehmen, Regierungsbehörden und Bildungseinrichtungen. Ihr primäres Finanzprodukt sind Kredite sowie Zinsen, die sie mit diesen erzielen.
Weitere Produkte dieser Banken sind Giro-/Sparkonten, Kreditlinien und Akkreditive, Zahlungsverkehr, Devisengeschäfte sowie Beratung.
Die Geschäftskundenprüfung ist ein wichtiger Teil der Sorgfaltspflichten von Finanzinstituten und andere Unternehmen bei der Kundenannahme.
Zu KYC gehören die Identifizierung des Kunden durch das Sammeln und Überprüfen grundlegender Information (z.B. rechtlicher Dokumente), die einfache Sorgfaltspflicht gegenüber dem Kunden, einschließlich der Bewertung von Risikoprofilen, die erweiterte Sorgfaltspflicht aufgrund von Risikobewertungen sowie die Ermittlung der Geldquellen und deren Überprüfung, etwa anhand von Lohnabrechnungen und Steuererklärungen.
Zudem umfasst KYC auch die Überprüfung von Sanktionen, die kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung sowie die Protokollierung.
Die Geschäftspartnerprüfung ist ein wesentlicher Bestandteil der Sorgfaltspflicht für Finanzinstitute, Zahlungsabwickler und Unternehmen, die Transaktionen mit anderen Unternehmen tätigen oder mit solchen Partnerschaften eingehen.
Während der grundlegende KYB-Prozess dem übrigen Sorgfaltspflichten (z.B. bei KYS) ähnelt, besteht der wesentliche Unterschied in der Feststellung der wirtschaftlichen Berechtigung, der Information der Aktionäre und der Prüfung anhand von Sanktions- und PEP-Listen.
FATCA wurde in den USA erlassen, um die Einhaltung der Steuervorschriften zu verbessern. Das Gesetz verpflichtet ausländische Finanzinstitute (FFI), Information über Finanzkonten von U.S.-Steuerzahlern zu ermitteln und an die U.S.-Steuerbehörde IRS zu melden. FFIs, welche die Vorschriften nicht einhalten, können mit einem Steuereinbehalt von bis zu 30% auf die von ihnen erzielten U.S.-Einkünfte belegt werden.
FATCA beruht auf Abkommen zwischen den USA und anderen Ländern. FFIs müssen sich unter Strafandrohung verpflichten, FATCA zu beachten und die Pflicht zur Identifizierung und Meldung von U.S.-Konten zu erfüllen.
Die Anwendung goAML wurde vom Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) entwickelt, um die zentralen Meldestellen (FIUs) bei der Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu unterstützen. Sie sammelt und analyisiert Daten und gibt sie an die zentralen Meldestellen weiter.
Die goAML-Software wurde von FIUs in verschiedenen Ländern implementiert, darunter Australien, Deutschland, die Vereinigten Arabischen Emirate, Nigeria, Südafrika und Kanada. In diesen Ländern nutzen alle Stellen, die für die Meldung verdächtiger und hoher Transaktionen an ihre FIUs verantwortlich sind, goAML, u.a. Banken, Kreditgenossenschaften, Wertpapierfirmen, Versicherungsunternehmen, Gelddienstleister, Kasinos, Kryptobörsen oder Zahlungsanbieter.
Große Sprachmodelle sind fortschrittliche KI-Systeme, die mithilfe tiefen Lernens menschliche Sprache verstehen und kontextuell einsetzen.
Bezüglich Compliance verarbeiten und analysieren LLMs Dokumente, erkennen Änderungen der Regularien und automatisieren die Berichterstattung. LLMS werden daher auch in Compliance-Software eingesetzt.
Handels-Compliance bezieht sich auf Einhaltung aller Gesetze, Vorschriften und Richtlinien, die den internationalen Handel regeln.
Handels-Compliance wird geregelt durch: Ausfuhrbestimmungen, z.B. U.S. International Traffic in Arms Regulations, ITAR, Export Administration Regulations (EAR), Einfuhrbestimmungen, Sanktionen und Embargos (etwa von OFAC), Zollbestimmungen, Handelsabkommen, Dokumentation und Aufbewahren von Lizenzen, Genehmigungen für Wirtschaftsprüfungen und Untersuchungen, Klassifizierung von Produkten nach dem Harmonisierten System (HS) sowie deren Wertbestimmung für Zollzwecke, Wirtschaftsprüfungen sowie Schulungen und Sensibilisierung.
TBML ist eine komplexe und ausgeklügelte Art der Geldwäsche. Sie nutzt den internationalen Handel, um beim Transfer von Geldern oder Werten deren Herkunft zu verschleiern. Handelsbasierte Geldwäsche umfasst verschiedene Techniken, etwa Über-, Unter- oder Mehrfachfakturierung, Über- oder Unterlieferung, Phantomversand, Zahlungen an Parteien, die nicht am Handel beteiligt sind sowie die Vermischung illegaler und legaler Gelder.
TBML erfordert robuste Compliance-Prozesse, einschließlich KYC, einfache sowie erweiterte Sorgfaltspflichten für Hochrisikowaren und -regionen, Handelsüberwachung, Informationsaustausch, Berichterstattung, Aufzeichnungen für Wirtschaftsprüfungen und Untersuchungen, Zusammenarbeit sowie Schulungen und Bewertungen.
Handelsfinanzierung umfasst alle von Banken und anderen Institutionen bereitgestellten Finanzinstrumente, die von Unternehmen für den internationalen Handel genutzt werden, z.B. Akkreditive, Warenkreditversicherungen, Versand- und Zahlungsdokumente gemäß den Einheitlichen Rechtsvorschriften für Inkasso (ERC), Finanzierung der Lieferkette, Faktorierung und Rechnungsdiskontierung sowie Export- und Importkredite.
Handelsfinanzierung erfordert umfassende Compliance-Praktiken wie AML/CFT, KYC, CDD/EDD, KYV/KYB, Sanktionsprüfung, Transaktions-Screening, Betrugsprävention, aufsichtsrechtliche Berichterstattung sowie die Beachtung von Zoll- und Steuerbestimmungen.
Handelsüberwachung umfasst die Beobachtung und Analyse von Handelsaktivitäten zur Aufdeckung und Verhinderung von Missbrauch, Betrug und kriminellen Aktivitäten.
Sie erfordert Echtzeitüberwachung und -Analyse vor und nach dem Handel durch Einsatz von Technologie, u.a. um den Vorschriften von SEC, FINRA, ESMA zu entsprechen. Handelsüberwachung ist entscheidend für die Marktintegrität, den Schutz der Anleger sowie die aufsichtsrechtliche Compliance.
Herausfordererbanken sind digital ausgerichtete Banken, die kundenorientierten Service, innovative Finanzprodukte und niedrige Gebühren bieten und daher eine Herausforderung für herkömmliche Banken darstellen.
Sie nutzen Technologie wie KI sowie benutzerfreundliche Oberflächen, um Finanzlösungen zu adaptieren, das Kundenannahmeprozedere (Onboarding) zu verkürzen und stehen für einen personalisierten Dienst am Kunden.
Herausfordererbanken verfügen über eine eigene Banklizenz und arbeiten unter denselben aufsichtsrechtlichen Bedingungen wie herkömmliche Banken.
Die Herkunft des Gesamtvermögens der Kunden zu kennen und wie dieses erwirtschaftet wird, etwa durch Erwerbstätigkeit, unternehmerische Aktivität, Investitionen, Erbschaften oder Immobilienverkäufe, ist wesentlicher Bestandteil der Sorgfaltspflicht und der Risikobewertung bei der Geldwäscheprävention.
Beim Eindämmen von Finanzkriminalität ist das Überprüfen der Vermögensherkunft wesentlicher Bestandteil der Sorgfaltspflicht gegenüber den Kunden (CDD) sowie der erweiterten Sorgfaltspflicht (EDD), vor allem bei Hochriskokunden, politisch exponierten Personen (PEPs) und vermögenden Privatpersonen.
Die Qualität eines Modells für maschinelles Lernen hängt von dreierlei Metriken ab: Genauigkeit, Präzision und Wiedererkennung. Jede definiert ein bestimmtes Merkmal und ist in bestimmten Anwendungsfällen sinnvoll. Bei der Compliance, für die es wichtig ist, ob eine Auffälligkeit zutrifft oder nicht, spielt die Präzision eine entscheidende Rolle.
Präzision bei ML bestimmt, wie häufig das Modell bei der Prognose einer Zielklasse richtig liegt, d.h. ob die Auffälligkeiten zutreffen oder ob es sich um falsch-positive Treffer handelt. Denn bei ML-basierter Compliance sind falsch-positive Treffer häufig: Das Modell erzeugt irrelevante Auffälligkeiten, die von den Compliance-Beauftragten mit viel Aufwand bearbeitet werden müssen.
Eine hochpräzise Auswertung ist entscheidend, da die Kosten für falsch-positive Treffer enorm sind. Die Genauigkeit wird berechnet, indem man die Anzahl der zutreffenden Prognosen durch deren Gesamtzahl teilt. Das < ML-Modell von Siron®One hat eine extrem hohe Präzision von 90%.
Die HKMA ist Hongkongs zentrale Bankinstitution, die für die Wahrung der Währungs- und Bankenstabilität in Hongkong, die Verwaltung des Devisenfonds und die Förderung der Integrität des Finanzsystems zuständig ist.
Sie gewährleistet die Währungsstabilität durch ihre Wechselkurspolitik und Devisenreserven. Zudem ist sie für die Aufsicht und das Risiko-Management von Finanzinstituten, die Überwachung von Zahlungssystemen, das Liquiditäts-Management und die Berechnung von Zinssätzen, die Entwicklung von Finanzmärkten und Finanztechnologie sowie für den Verbraucherschutz zuständig.
Die HKMA konzentriert sich auf finanztechnische Innovation, nachhaltiges und grünes Finanzwesen und digitale Währungen wie Hongkongs CBDC e-HKD.
Präzise Compliance-Plattformen verlassen sich nicht bloß auf KI, um Ergebnisse zu erzeugen und Entscheidungen zu treffen, denn dies würde erhebliche Risiken für die Compliance mitsichbringen.
Hochentwickelte Lösungen wie Siron®One nutzen vielmehr die unstrittigen Fähigkeiten der KI, um bewährte Werkzeuge zur Erzeugung von Auffälligkeiten zu ergänzen und die fachkundige Kontrolle durch Menschen aufrechtzuerhalten. Siron®One verwendet ein KI-gesteuertes, regelbasiertes System, um Auffälligkeiten zu erzeugen und zu priorisieren. Diese werden von menschlichen Experten geprüft und nach Prioritäten abgearbeitet.
In Siron®One können Benutzer Business Rules bearbeiten und Prioritäten neu ordnen, um genauere Ergebnisse zu erhalten.
Hypersuite ist der Name der von IMTF entwickelten ECM/Folder Manager-Lösung, die jetzt Teil der Siron®One-Plattform ist. Hypersuite organisiert zu Compliance-Zwecken kunden-, fall- oder prozessbezogene Information in elektronischen Ordnern zur gemeinsamen Nutzung.
Hypothekengesellschaften helfen Privatpersonen und Unternehmen beim Finanzieren von Immobilien und können eigenständige Unternehmen oder Teil von Banken oder Kreditgenossenschaften sein.
Sie müssen eine Reihe von Bundes-, Landes- und Kommunalgesetzen beachten, z.B. den Truth in Lending Act (TILA), Real Estate Settlement Procedures Act (RESPA), Equal Credit Opportunity Act (ECOA), Fair Credit Reporting Act (FCRA), Secure and Fair Enforcement for Mortgage Licensing Act (SAFE Act) sowie Dodd-Frank.
Ferner gilt die Pflicht zur Beachtung der Vorschriften zur Geldwäscheprävention, zum Datenschutz und zur Datensicherheit, zur fairen Kreditvergabepraktiken sowie zur Bearbeitung von Verbraucherbeschwerden.
Identitätsdiebstahl ist ein schweres Vergehen, bei dem sich eine Person illegal die Daten einer anderen Person verschafft und sie für finanzielle Straftaten missbraucht. Unternehmen werden vermehrt dazu verpflichtet, strenge Maßnahmen zur Verhinderung von Identitätsdiebstahl zu ergreifen.
So müssen sie etwa interne Kontrollen wie Datenschutz, Verschlüsselung, Minimierung, rollenbasierten Zugang, Echtzeitüberwachung und Wirtschaftsprüfungen, Sorgfaltspflichten gegenüber den Kunden, KYC, KYB, KYT, Lieferantenprüfung, Planung der Reaktion auf Vorfälle, Schulungen, Pflege einer Kultur der Cyber-Sicherheit, Einhaltung von Datenschutzbestimmungen, CCPA, AML/CFT für Unternehmen sowie physische Zugangskontrollen sicherstellen.
Die Identitätsüberprüfung stellt sicher, dass die von einem Kunden oder Nutzer mitgeteilten personenbezogenen Daten echt und geprüft sind. Sie ist entscheidend für die Prävention von Finanzkriminalität, die Beachtung von Vorschriften und die Stärkung des Kundenvertrauens. Die Identitätsprüfung ist Teil der einfachen Sorgfaltspflicht sowie von KYC und AML/CFT.
Die Identitätsüberprüfung kann durch staatliche Dokumente, biometrische Daten, 2FA und andere Methoden erfolgen.
Unternehmen müssen außerdem regelmäßige Überprüfungen und laufende Kontrollen durchführen, um Betrug und andere Finanzdelikte zu verhindern.
ICO ist eine Art der Mittelbeschaffung für Blockchain-Projekte, bei der Investoren Token oder Coins erhalten, die eine Beteiligung am Projekt oder einen Nutzen darstellen, z.B. Stimmrechte in einer dezentralen autonomen Organisation (DAO). ICO ist eine Alternative zum herkömmlichen Risikokapital.
Für die Compliance ist wichtig, ob der Token als Wertpapier eingestuft wird, weil er in diesem Fall den Wertpapiervorschriften unterliegt.
Obwohl die Compliance-Regeln für ICOs je nach Gerichtsbarkeit variieren, müssen ICO-Projekte AML/KYC implementieren, Projektdetails transparent machen, Investoren schützen und steuerlich konform bleiben.
Insiderhandel ist der Kauf oder Verkauf von börsennotierten Aktien durch eine Person, die über Information verfügt, die der Allgemeinheit nicht bekannt ist und dem Käufer/Verkäufer einen unlauteren Vorteil verschafft.
Die Konsequenzen illegalen Insiderhandels sind je nach Land verschieden. In den USA kann die Securities and Exchange Commission (SEC) das Dreifache des erzielten Gewinns bzw. des vermiedenen Verlusts verhängen. Die Financial Conduct Authority (FCA) in Großbritannien, die EU und andere Stellen in ihren Zuständigkeitsbereichen drohen ebenfalls mit schwerwiegenden Konsequenzen, einschließlich Geld- und Haftstrafen.
Unternehmen müssen Maßnahmen ergreifen, um Insiderhandel durch Unternehmensrichtlinien, Überwachung und Berichterstattung sowie Whistleblowing-Programme vorzubeugen.
Wenn eine Anwendung wie Siron®One in ein Unternehmenssystem integriert wird, heißt das, dass sie problemlos mit den bestehenden Systemen und der Software des Unternehmens arbeitet.
Die Integration sorgt für reibungslose Datensynchronisierung, -zuordnung und -umwandlung, Integration von Arbeitsabläufen und Automatisierung von Prozessen, bessere Interoperabilität sowie Benutzerfreundlichkeit.
Hochentwickelte Compliance-Plattformen wie Siron®One verfolgen einen vielschichtigen Ansatz zum Minimieren falsch-positiver Treffer und zum Erhöhen der Präzision. Die integrierte Scoring-Engine berücksichtigt Kundenprofile, Transaktionen, Kundeninformation, nicht-monetäre Ereignisse (negative Medienberichte) und Watchlists (Sanktionen), um präzise Auffälligkeiten zu erzeugen.
Siron®One verfolgt einen risikobasierten Ansatz mit dynamischen Kundensegmentierungen, um falsch-positive Treffer zu reduzieren. Durch Überlagern der Risikosegmente mit den Kundensegmenten erlaubt die integrierte Scoring-Engine die Gewichtung von Advanced-Analytics (ML) und vordefinierten Szenarien.
Das ML-Modell von Siron®One nutzt überwachtes Lernen, um mit Millionen Transaktionen zu trainieren und unbeaufsichtigtes Lernen für gewöhnliche Aktivitäten. Das Modell ist mit mehr als 200 Echtzeitprofilen als relativer Vergleich zur Definition von Szenarien vordefiniert. Benutzer können eigene dynamische Risikosegmente und -kategorien hinzufügen.
Risikobasierte Kundenprofile werden anhand statischer KYC-Daten wie Vermögen, Staatsangehörigkeit und PEP, dynamischer Kriterien wie Transaktionsvolumen und -häufigkeit sowie statistischer Kriterien wie Summenumsätze und Abweichungen erstellt.
Das Screening von Namen ist für Finanzinstitute ein wesentlicher Bestandteil der Sorgfaltspflicht bei der Kundenprüfung und der Feststellung der Kundenidentität (KYC). Das Screening gleicht zum Ermitteln des Risikoprofils die Namen von Personen oder Einrichtungen mit Watchlists, Sanktionslisten, Listen politisch exponierter Personen (PEP) und negativen Nachrichtenquellen ab. Dies geschieht fortlaufend, da sich Risikoprofile während des Kundenbeziehungszyklus ändern.
Das intelligente Namens-Screening von Siron®One nutzt KI und maschinelles Lernen, um alle Übereinstimmungen, einschließlich syntaktischer, phonetischer, multikultureller, semantischer und alphabetischer Merkmale in 15 Sprachen zu finden.
Das ML-gesteuerte INS bedient sich der durchlässigen Vorfilterung, um falsche Treffer zu verhindern und ist hochpräzise beim Namensabgleich.
Investmentbanken sind Finanzintermediäre, die Privatpersonen, Unternehmen und Regierungen durch Vermögensverwaltung und Investmentfonds zuarbeiten. Sie können auch für die Übernahme von Emissionen und die Kapitalbeschaffung, Börsengänge, die Emission von Schuldtiteln, Beratungsdienste bei Fusionen und Übernahmen, den Eigenhandel und die Aktien- und Rentenforschung zuständig sein.
Investmentbanken unterliegen den Regeln für AML/CTF, KYC/Sorgfaltspflichten gegenüber den Kunden und Verdachtsmeldungen. Sie sind für die Beachtung von bestimmten Vorgaben je nach Rechtsordnung verantwortlich, z.B. MiFID II und Basel III in der EU oder SEC Filings, Regulation D und S sowie die Volcker Rule in den USA.
ISO 20022 ist ein internationaler XML-Standard für den digitalen Austausch von Finanzinformation, welcher die Interoperabilität zwischen Finanzinstituten und -systemen fördert und u.a. in den Bereichen Zahlungsverkehr, Wertpapiere, Devisenhandel und Handelsdienstleistungen eingesetzt wird.
ISO 20022 trägt zur Standardisierung von Finanznachrichten bei und sorgt für Konsistenz und Klarheit. Der Standard ist flexibel, wird für verschiedene Finanzprodukte verwendet und ist so konzipiert, dass er neue oder sich ändernde Vorschriften integrieren kann.
Im Zusammenhang mit Compliance trägt ISO 20022 zur Prävention der Geldwäsche bei, erhöht die Transparenz und Rückverfolgbarkeit und verringert Fehler und Streitigkeiten.
Kernbankensystem ("Core" steht für Centralized Online Real-Time Environment) bezieht sich auf das im Hintergrund arbeitende System, das für die Abwicklung täglicher Banktransaktionen verantwortlich ist, einschließlich Einzahlungen und Abhebungen, Zinsberechnung, Kreditvergabe und sogar Kundendienst.
Kernbankensysteme lassen sich für sämtliche Aufgaben in andere Systeme und Anwendungen integrieren, z.B. für jene der Buchhaltung, das Kassenbuch oder die Verwaltung der Kundenbeziehungen.
Siron®One kann per API mit jedem Kernbankensystem verbunden werden.
KI-Blackbox bedeutet, dass über das Innenleben eines KI-Modells nichts bekannt ist. Systeme für maschinelles oder tiefes Lernen werden mit Daten trainiert und liefern Ergebnisse, aber die Benutzer wissen nicht, wie die KI zu diesen gelangt oder ob sie richtig oder falsch sind.
ML besteht im Wesentlichen aus drei Komponenten: dem Algorithmus (eine Reihe von Regeln und Verfahren), den Trainingsdaten (anhand deren KI die Mustererkennung erlernt) und dem ML-Modell, das die Benutzer schließlich verwenden. Jede dieser Komponenten kann eine solche Blackbox darstellen.
Es ist unmöglich, alle Permutationen in den Trainingsdaten oder neuronalen Netzen zu kennen und die KI nachzukonstruieren. Folglich ist die Einbindung des Menschen in Hochrisikobereiche, in welchen ein unerklärliches Ergebnis Schaden anrichten kann, von entscheidender Bedeutung, etwa im Bereich der finanziellen oder sozialen Gerechtigkeit. Siron®One erklärt die Ergebnisse der KI, indem Gründe dafür angezeigt werden, warum ein Wert hoch oder niedrig ist.
Der KI-Ethik geht es darum, den Nutzen künstlicher Intelligenz zu mehren und negative Folgen zu mindern. Ethische KI ist erklärbar, fair und vertrauenswürdig und wird anhand von Daten trainiert, die weder parteilich noch diskriminierend sind.
KI-Ethik ist ein vielschichtiges Feld, das von tatsächlichen Innovationskosten, Nachhaltigkeit und Inklusivität bis zur Moral, Wohlfahrt und Gerechtigkeit reicht.
Unternehmen, die KI entwickeln und einsetzen, müssen die Rollen, welche diese beim Verlust von Arbeitsplätzen, ihrer technologischen Sonderstellung bzw. Überlegenheit sowie beim Datenschutz und dem Recht an geistigem Eigentum spielt, miteinander in Einklang bringen. Gerade weil der Einsatz von KI immer mehr zur Pflicht wird, ist der verantwortungsvolle Umgang mit ihr von grundlegender Bedeutung.
Durch kontinuierliche Überwachung und regelmäßige Überprüfung der Kunden, ihrer Aktivitäten und Risikoprofile während der Dauer der Geschäftsbeziehung trägt OCDD dazu bei, die Kundeninformation auf dem neuesten Stand zu halten und ungewöhnliche oder verdächtige Aktivitäten rechtzeitig zu erkennen.
Angesichts der Anti-Geldwäsche-Bestimmungen (AML) ist kontinuierliche Überwachung entscheidend für die Prävention illegaler Aktivitäten.
Diese umfasst die fortlaufende Beobachtung des Verbraucherverhaltens, von Transaktionen, Sanktionen sowie negativen Medienberichten, um Änderungen und Anomalien im Verhalten, bei Transaktionen oder auslösenden Ereignissen erkennen und Risiken neu bewerten zu können.
Die Compliance-Software löst aufgrund dieser Abweichungen Auffälligkeiten aus und priorisiert diese für die Untersuchung.
Für den Ausschluss von Konten wird eine Liste von Kunden, Unternehmen, Regierungen oder anderen Einrichtungen erstellt, die ein Finanzinstitut oder Unternehmen als sicher, verifiziert und vertrauenswürdig einstuft und daher nicht auf Geldwäsche zu prüfen braucht.
Benutzerdefinierte Ausschlüsse von Konten sorgen für die Konzentration auf Unternehmen mit hohem Risiko und erübrigen die Überprüfung von verifizierten Kunden, von welchen kein Risiko ausgeht.
Durch Integration einer benutzerdefinierten Liste sicherer Konten in die Business Rules des Screenings und der Überwachung von Transaktionen lassen sich falsch-positive Treffer minimieren und genauere Auffälligkeiten erzeugen.
Siron®One spart Zeit und maximiert Effizienz durch eine Liste mit Personen oder Unternehmen, die über einen langen Zeitraum ihre Compliance unter Beweis gestellt haben bzw. für die bei erweiterter oder einfacher Sorgfaltspflicht niedrige Schwellenwerte gelten.
Korrespondenzbanken erbringen Bankdienstleistungen für andere Banken (sogenannte Respondenzbanken) und ermöglichen es diesen, Bankdienstleistungen außerhalb ihrer regionalen Geschäftstätigkeit anzubieten. Korrespondenzbanken sind vertrauenswürdige Mittler zwischen zwei Geschäftspartnern, die sich womöglich nicht kennen.
Für regionale sowie Tier-2- und Tier-3-Banken, die nicht über ein ausgedehntes Partnernetz verfügen, erleichtern Korrespondenzbanken verschiedene Dienstleistungen, etwa internationale Zahlungen, Handel und Investitionen sowie Devisen- und grenzüberschreitende Transaktionen.
Kreditgenossenschaften sind gemeinnützige Organisationen, die ihren Mitgliedern Finanzdienstleistungen, einschließlich Kredite und Einlagen, anbieten. Die Mitglieder werden u.a. durch Arbeitgeber oder die Länder, ausgewählt.
Die Genossenschaften werden von einem ehrenamtlichen Vorstand geleitet, der ebenfalls Mitglied ist. Erwirtschafteter Gewinn wird an die Mitglieder in Form von niedrigeren Gebühren, Zinssätzen und höheren Ersparnissen weitergegeben.
Die dezentrale Umgebung von Krypto-Währungen macht es leichter, Identitäten zu verbergen oder bestimmte Gerichtsbarkeiten oder Sanktionen zu umgehen und unterstützt so Terroristen und Kriminelle beim Konvertieren von digitalen Vermögenswerten in Fiat-Währung.
Um gegen den Anstieg von Geldwäsche mit Krypto-Währungen vorzugehen, stufen Regulierungsbehörden wie FinCEN oder die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) Krypto-Unternehmen als Finanzinstitute (FI) ein, die denselben AML-Bestimmungen unterliegen, wie sie im Bank Secrecy Act (BSA) für herkömmliche FI niedergelegt sind.
Krypto-AML verlangt von Krypto-Unternehmen, dass sie der Sorgfaltspflicht gegenüber ihren Kunden nachkommen, KYC-Prüfungen durchführen, alle Transaktionen überwachen, verdächtige Aktivitäten erkennen und melden sowie bestimmten Anforderungen (z.B. der Reiseregel) entsprechen und grenzüberschreitende Transaktionen verfolgen.
Bei Krypto-Währungen handelt es sich um alternative digitale Währungen, die nicht von einer zentralen Einrichtung, z.B. einer Zentralbank, gestützt werden.
Krypto-Währungen werden auf einem dezentralen Netzwerk, der Blockchain, erstellt und gehandelt, die eine transparente und unveränderliche Aufzeichnung aller Transaktionen bietet. Sie werden von Peer-zu Peer (oder von Node zu Node) ohne zwischengeschaltete Stellen, z.B. Banken, übertragen.
Krypto-Währungen werden durch verschlüsselten Code und öffentliche und private Schlüssel gesteuert. Bei einer Krypto-Transaktion überprüfen die Knoten (Users) auf der Blockchain durch mathematische Berechnungen, ob die Transaktion möglich ist und führen sie aus. Andere Knoten (Miners) werden für ihre Arbeit mit einer Summe (Gas Fee) entlohnt. Der Empfänger der Krypto-Datei hat durch seinen privaten Schlüssel Zugriff hierauf.
Krypto-Währungen erhalten ihren Wert durch Angebot und Nachfrage sowie durch reale Ereignisse. Einige Krypto-Währungen können an einen realen Vermögenswert gebunden sein, etwa Stablecoins an Fiat-Währungen wie den U.S.-Dollar. Wenn eine zentrale Institution eine Krypto-Währung ausgibt, wird sie als digitale Zentralbankwährung (CBDC) bezeichnet.
Krypto-Währungsbörsen sind Plattformen, die Krypto-Währungen handeln. Sie funktionieren im Wesentlichen wie Aktien- oder Warenbörsen. Einige Krypto-Währungsbörsen erlauben den Kauf und Verkauf von Fiat-Währungen, während andere nur den paarweisen Handel mit digitalen Vermögenswerten zulassen (Verkauf eines digitalen Vermögenswerts bei gleichzeitigem Kauf eines anderen).
Es gibt zwei Haupttypen von Krypto-Währungsbörsen: zentrale und dezentrale. Der erste ähnelt insofern den herkömmlichen Börsen, als er von einer zentralen Behörde verwaltet wird und den Auflagen für KYC und Sorgfaltspflichten obliegt.
Dezentrale Börsen (DEX) hingegen sind autonome, dezentrale Netzwerke, die auf einem öffentlichen verteilten Kassenbuch laufen. DEXs sind anonym und erfordern keine KYC-Prüfungen. Sie können Bücher auf der Blockchain, außerhalb derselben oder automatisierte Marktpfleger sein, je nachdem, wo die Transaktion stattfindet und welche Art von Algorithmus den Handel erleichtert.
Alle Finanzinstitute und regulierten Unternehmen müssen Kunden und deren Aktivitäten auf Geldwäsche überwachen. Das Kunden-Screening während der KYC- und Onboarding-Phase umfasst den Abgleich mit Watchlists, PEP- und Sanktionslisten und berechnet ein Risikoprofil.
Die Kundenüberwachung ist ein kontinuierlicher Prozess, der Überwachung von Transaktionen in Echtzeit, kontinuierliche KYC, dynamische Risikobewertungen, Kennzeichnung von abweichender Basisinformation sowie die Meldung verdächtiger Aktivitäten umfasst.
Kundenakquisitionskosten sind die Kosten, die entstehen, wenn Unternehmen neue Kunden gewinnen. Deren Kenntnis ist entscheidend für das Verständnis des Ansatzes, der Finanzplanung, des Budgets, des Marketings sowie anderer Ressourcen, die ein Unternehmen bereitstellen muss, um profitabel zu bleiben.
Die Kundenakquisitionskosten werden berechnet, indem man die Gesamtkosten der für Marketing und Vertrieb aufgewendeten Ressourcen durch die Anzahl der gewonnenen Kunden teilt. Versicherung und Finanzen haben zwei der fünf höchsten Kundenakquisitionskosten.
Onboarding ist der Prozess der Erfassung und Überprüfung von Kundeninformation vor Aufnahme der Geschäftsbeziehung. Dieser ist für die meisten Unternehmen obligatorisch, für Finanzinstitute aber vielleicht der ausführlichste.
Neben dem Erfassen und Prüfen personenbezogener Daten umfasst das Onboarding Folgendes: KYC, gewöhnliche/erweiterte Sorgfaltspflicht, Risikoprofile und Scoring, AML-Screening von Sanktionslisten, PEP-Listen und negative Medienberichte sowie Feststellen des letztlich wirtschaftlich Berechtigten sowie der Eigentümerstruktur. Zur Kundenannahme gehören auch interne Kontrollen der Transaktionsüberwachung, die laufende Überprüfung von Sanktionen sowie der Kundenidentität.
Onboarding ist ein langer und mühsamer Prozess, den moderne Compliance-Plattformen wie Siron®One automatisieren und durchgängig digitalisieren.
Mit dem Kundenbeziehungs-Management verfolgen und analysieren Unternehmen sämtliche Kundeninformation und -interaktion. Es fungiert als Wissensquelle für alle Abteilungen, von Marketing und Vertrieb bis zu den Rechts- und Regulierungsbehörden.
CRMs sammeln und sichern Kundeninformation und analysieren Kundenmetriken anhand von Transaktionsverlauf, Verhaltensmustern und Präferenzen, wodurch Unternehmen tiefere Erkenntnisse bzgl. ihrer Kunden gewinnen.
Siron®One integriert sich mittels API mühelos in jedes CRM und meldet verdächtiges Verhalten oder verdächtige Transaktionen sofort.
Kundenprofile enthalten Detaills (einer juristischen oder natürlichen Person), einschließlich Ausweise, persönlicher und finanzieller Information zu KYC sowie Risikofaktoren und Verhaltensmuster für das AML- und Risiko-Management.
In Siron®One erhalten Kundenprofile neben grundlegender Information auch einen dynamischen Risiko-Score. Dieser berücksichtigt für die Risikobewertung alle statischen KYC-Daten, reale/dynamische Eingaben, historische Verhaltensdaten, Risikofaktoren, negative Medienberichte und aufsichtsrechtliche Information. Diese Daten werden für ein ganzheitliches Kundenprofil benötigt. Zudem verwendet Siron®One zur Präzisierung der Risikobewertung der Kunden ML-basiertes Verhaltens-Clustering sowie einen Abweichungs-Score..
Letztlich wirtschaftlich Berechtigte sind jene Personen, die ein Unternehmen oder eine juristische Person faktisch besitzen oder kontrollieren, auch wenn dies nur indirekt der Fall ist. Sie können zwar ggf. nicht als Anteilseigner aufgeführt sein, dennoch aber die Kontrolle über zwischengeschaltete Unternehmen wie Holdings oder Trusts mittelbar ausüben.
Ihre Position verschafft ihnen wirtschaftliche Vorteile wie Dividenden, Gewinne oder Vermögenswerte, auch wenn sie Teil einer komplexen Eigentümerstruktur sind.
Die Identifizierung von letztlich wirtschaftlich Berechtigten ist u.a. obligatorischer Bestandteil der Compliance-Prozesse für die FATF, die EU-Geldwäscherichtlinie (AMLD) oder den U.S. Patriot Act.
Die Levenshtein-Distanz oder Editierdistanz misst, wie viele Schritte bzw. wie viele hinzugefügte, gelöschte oder ersetzte Einzelbuchstaben erforderlich sind, um eine Zeichenfolge in eine andere zu überführen. So ist etwa die Distanz zwischen John und Johnathan 5.
Die Levenshtein-Distanz ist beim intelligenten Namens-Screening sehr nützlich, da sie eine unscharfe Zuordnung von Namen aufgrund der Fehlertoleranz selbst bei unterschiedlichen Schreibweisen oder Rechtschreibfehlern ermöglicht, Namensvariationen erkennt und falsch-positive Ergebnisse minimiert.
Die Editierdistanz kann also beim Sanktions-Screening verhindern, dass Namen übersehen werden, wenn sie bloß geringfügige Ungenauigkeiten aufweisen.
In einem lexikonbasierten Modell wird die KI anhand von Lexika trainiert, um Text ohne einen statistischen Algorithmus zu analysieren. Die KI kann Wörter aufgrund von Regelsätzen kategorisieren, z.B. nach Thema oder Branche.
Bezüglich Compliance kann die KI zur Risiko- und Problemerkennung auf bestimmte aufsichtsrechtliche Wörter und andere Schlüsselwörter trainiert werden.
Die Lieferantenprüfung gehört zu den Sorgfaltspflichten der Unternehmen, die Risiken finanzieller, betrieblicher, gesetzlicher oder reputationsbezogener Natur vermindern sollen.
Das Verfahren umfasst das:
Sammeln und Prüfen grundlegender Information sowie des Geschäftsprofils beim Identifizieren der Lieferanten, also deren Rechtsstatus, Gewerbeanmeldungen und Genehmigungen.
Identifizieren und Bewerten von Risiken, z.B. finanzielle Stabilität, geopolitische Lage, Branchenzugehörigkeit und frühere Compliance-Probleme.
Erstellen eines Risikoprofils und Prüfen von Jahresabschlüssen sowie Kreditwürdigkeit zur Beurteilung der finanziellen Gesundheit.
Neben KYS bewerten Unternehmen auch die ethische und soziale Verantwortung.Diese sind angehalten, KYS-Protokolle anzufertigen und sie zur Anpassung an die Risikoprofile kontinuierlich zu überwachen und zu überprüfen.
Bei der Link-Analyse oder fortgeschrittenen wirtschaftlichen Netzwerkanalyse werden die Beziehungen zwischen Unternehmen verfolgt, um verborgene Muster, Trends und Anomalien aufzudecken und so Betrug, Geldwäsche und andere Finanzvergehen zu verhindern. Die Link-Analyse stellt Daten in Form einer interaktiven Visualisierung dar, die zur Untersuchung komplexer Zusammenhänge und Ereignisabläufe sowie zur Aufdeckung von Geldwäscheaktivitäten dient. So kann sie etwa dazu beitragen, ein klares Bild der Eigentums- und Kontrollstrukturen eines komplexen multinationalen Unternehmens zu zeichnen.
In Anbetracht der Komplexität moderner Finanzkriminalität stützt sich die Analyse von Verbindungen weitgehend auf fortschrittliche maschinelle Lernverfahren.
Eine Machbarkeitsstudie für ML untermauert die Genauigkeit des ML-Modells und demonstriert seine Einsatzfähigkeit im großen Maßstab.
Sie besteht aus der Definition des Problems und der Frage, was Erfolg bedeutet sowie dem Sammeln von Daten, der Auswahl eines Modells, seiner Erstellung und seines Trainings mit Daten sowie aus der Bewertung seiner Leistung.
Je nach Leistung des ML-Modells wird es zur Verbesserung nochmals mit neuen Daten trainiert. Siron®One verwendet zur Verbesserung der Genauigkeit Kundendaten für die Nachschulung. Dies ist robust und zeitigt auch langfristig präzise Ergebnisse.
Unter Marktmissbrauch versteht man die Manipulation von Preisen und die Ausnutzung von Insider-Information zum Zweck des Gewinns oder der Einflussnahme. Hierzu könnten die Verbreitung von Fehlinformation und Gerüchten, die Irreführung oder Manipulation der Verbraucher durch künstliche Preise, gefälschte Angebote und falsche Nachfrage, Übervorteilung oder die Ausnutzung vertraulicher Information für den Handel gehören.
Weltweit gibt es strenge Vorschriften zum Marktmissbrauch, die von Institutionen wie der Marktmissbrauchsverordnung (Market Abuse Regulation, MAR) in der EU und der Regulation SHO in den USA überwacht werden.
Die Beachtung von Handelsvorschriften bezieht sich auf die von der Securities and Exchange Commission (SEC) in den USA oder der Financial Conduct Authority (FCA) in Großbritannien erlassenen Regeln und Verordnungen zur Gewährleistung von Transparenz, zur Verringerung von Betrug und zum Schutz der Verbraucher und Marktteilnehmer. Handels-Compliance verhindert Insider-Handel, überwacht Handelsaktivitäten, setzt AML-Praktiken durch und gewährleistet eine ordnungsgemäße Prüfung, Aufzeichnung und Berichterstattung.
Maschinelles Lernen (ML) ist ein Teilbereich der KI, der aus Daten lernen, prognostizieren oder Entscheidungen treffen kann, ohne programmiert zu werden.
ML wird zu einem integralen Bestandteil der Risikoprofilerstellung, von KYC und der Sorgfaltspflicht gegenüber Kunden, der Echtzeitüberwachung von AML und Transaktionen, der Sanktionsprüfung, der Betrugsprävention, der prädiktiven Analytik aufgrund historischer Daten, der automatischen Überprüfung sowie der Textextraktion für Wirtschaftsprüfungen.
Die ML-Modelle von Siron®One sind die fortschrittlichsten, die für Compliance zum Einsatz kommen. Sie werden eingesetzt, nachdem sie mit realen und kundenspezifischen Daten trainiert wurden, was zu noch genaueren Ergebnissen führt.
Eine Verdachtsmeldung (auch bekannt als Suspicious Activity Report, SAR) ist ein Teil der AML/CFT-Compliance. Finanzinstitute und beaufsichtigte Unternehmen müssen einen STR einreichen, wenn sie verdächtige Transaktionen oder ungewöhnliche Aktivitäten feststellen.
Dies muss binnen 30 Tagen geschehen. STRs enthalten eine Geheimhaltungsklausel. Die Weitergabe von Information an Dritte ist strafbar.
STRs verhelfen Finanzinstituten und FIUs zur verbesserten Zusammenarbeit beim Verhindern von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und anderen Straftaten und sind daher ein wichtiger Bestandteil eines jeden Compliance-Programms.
HITL bedeutet, dass das KI-Modell Menschen in die KI-Entscheidung einbindet und die Kontrolle überlässt, indem sie in einer Rückkoppelungsschleife die KI validieren und korrigieren, sodass sich diese mit der Zeit verbessert. Siron®One nutzt einen Ansatz, der Menschen die letztliche Entscheidung überlässt.
HITL kombiniert die Effizienz von KI mit menschlichem Fachwissen. Die Einbindung von Menschen ist unerlässlich, um Vertrauen zu gewinnen und sicherzustellen, dass Entscheidungen unvoreingenommen sind und komplexe Rechtsvorschriften nuanciert und mit menschlichem Scharfsinn ausgelegt werden.
Die MENAFATF im Nahen Osten und Nordafrika wurde zur Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung gegründet.
Sie arbeitet mit der Financial Action Task Force (FATF) bei der Umsetzung zusammen, bewertet, überwacht und stärkt die Compliance in ihrem Zuständigkeitsbereich, schärft das Bewusstsein für die Risiken und bietet Schulungen zur Prävention an.
Die Mitgliedsländer der MENAFATF müssen die FATF-Standards einhalten, darunter Banken, Versicherungen und andere Finanzinstitute, ferner Immobilienmakler, Notare, Rechtsanwälte und Buchhalter.
Bei ML-Algorithmen messen Präzision, Sensitivität und der F-Score die Qualität des ML-Modells.
Die Präzision gibt Auskunft darüber, wie viele Ergebnisse richtig waren, die Sensitivität, wie gut das Modell die richtigen Ergebnisse identifiziert, und der F-Score ist das harmonische Mittel aus Präzision und Sensitivität.
In ML-Modellen von Compliance-Software reduziert Präzision die Zahl falsch-positiver Treffer, Sensitivität identifiziert Instanzen mit hohem Risiko, und der F-Score stellt sicher, dass beider Ergebnisse verlässlich sind.
Siron®One reduziert die Zahl falsch-positiver Treffer um 90%. Der Test eines Drittanbieters ergab, dass die Sensitivität zu 99,9% korrekt war.
Der Abweichungs-Score steht für die Abweichung eines Kunden von seinem normalen Verhaltensmuster. Prädiktive Analytik lernt, wie sich Kunden verhalten. Aufgrund vordefinierter Regeln und Schwellenwerte löst das ML-Modell eine Auffälligkeit aus, wenn Schwellenwerte überschritten werden.
Abweichende Auffälligkeiten werden nach Grad der Abweichung von der bisherigen Information, der Häufigkeit der Abweichung, der Gewichtung, der Anzahl- oder Musteranomalie und anderen Faktoren bewertet, mit welchen das ML-Modell trainiert wurde.
Der Abweichungs-Score ist wichtig, um verdächtige Transaktionen rechtzeitig zu stoppen oder um Maßnahmen gegen Betrug und Geldwäsche zu ergreifen.
Die Funktionen des maschinellen Lernens eignen sich optimal für den automatischen Abgleich von Kunden mit Watchlists sowie Sanktions- und PEP-Listen. ML kann die Risikostufe von Kunden und Transaktionen anhand der Basisinformation, Abweichungen von historischen Daten und Risikofaktoren analysieren.
ML-Screening kann aber auch Muster und Anomalien erkennen und so Betrug durch kontinuierliche Überwachung und Transaktionssanktionsprüfung in Echtzeit verhindern.
MAS ist die Zentralbank und integrierte Finanzaufsichtsbehörde Singapurs.
Die Behörde ist zuständig für die Umsetzung der Geldpolitik und die Gewährleistung der Finanzstabilität, die Regulierung und Beaufsichtigung von Finanzinstituten, die Durchsetzung von AML/CFT-Vorschriften, den Verbraucherschutz, globale Engagements und Zusammenarbeit sowie für Innovation und die Entwicklung der Finanztechnologie.
In einer Multimandanten-Cloud-Architektur nutzen mehrere Kunden (Mandanten) Ressourcen wie Datenbanken, Server und Speicherplatz gemeinsam, während ihre Daten und Anwendungen jedoch von jenen der anderen isoliert sind. Die Vorteile einer solchen Cloud sind die gemeinsame Nutzung von Ressourcen, Kostensenkung, Skalierbarkeit und Wartungsfreiheit. Somit ist sie ideal für kleine und mittlere Unternehmen.
Eine Einzelmandanten-Cloud gehört einem Mandanten, der exklusiven Zugriff auf Server, Speicher und Datenbanken hat. Diese bietet mehr Kontrolle und ist anpassungsfähiger. Sie hat allerdings höhere Wartungskosten. Daher eignet sie sich eher für große Unternehmen mit speziellen Anforderungen.
Nachhaltiges Finanzwesen bedeutet, dass Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) bei Investitionen berücksichtigt werden.
Zahlreiche Regulierungsrahmen für nachhaltige Finanzen gewährleisten die Beachtung von ESG-Prinzipien, z.B. die EU-Verordnung über die Offenlegung von Information zu nachhaltigen Finanzinstrumenten (Sustainable Finance Disclosure Regulation, SFDR) sowie die Richtlinie über die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (Corporate Sustainability Reporting Directive, CSRD), die Equator Principles oder die Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD).
Das Screening von Namen ist ein wesentlicher Bestandteil der Sorgfaltspflicht von Finanzinstituten bei der Kundenprüfung und der Feststellung der Kundenidentität (KYC). Beim Namens-Screening werden zwecks Ermitteln des Risikoprofils die Namen von Personen oder Einrichtungen mit Watchlists, Sanktionslisten, Listen politisch exponierter Personen (PEP) und negativen Nachrichtenquellen abgeglichen. Dies geschieht fortlaufend, da sich Risikoprofile während des Kundenbeziehungszyklus ändern.
Das intelligente Namens-Screening (INS) von Siron®One ist eine mehrfach ausgezeichnete Anwendung, die KI und maschinelles Lernen in 15 Sprachen für sämtliche Abgleichsfunktionen verwendet, nämlich den syntaktischen, phonetischen, multikulturellen, semantischen und alphabetischen Abgleich.
Das ML-gesteuerte INS bedient sich der durchlässigen Vorfilterung, um falsche Treffer zu verhindern und ist hochpräzise beim Namensabgleich.
Natürliche Sprachverarbeitung ist ein Teilbereich der KI, der darauf trainiert ist, menschliche Sprache zu verstehen und zu erzeugen.
NLP bietet viele Einsatzmöglichkeiten für die Compliance durch Scannen und Verarbeiten negativer Nachrichten, Dokumentsteuerung, Datenextraktion, Überwachung und Warnung vor Änderungen aufsichtsrechtlicher Vorgaben, ferner durch das automatische Ausfüllen von Standardformularen, die Wartung von Prüfpfaden sowie die intelligente Namensprüfung.
Bei Neobanken handelt es sich um reine Online-Banken, die keine Präsenz vor Ort haben, sondern über mobile Apps und Websites eine Reihe von Bankdienstleistungen wie Giro- und Sparkonten, Zahlungsdienste und Kredite anbieten. Sie sind benutzerfreundlich, technisch fortschrittlich und haben im Vergleich zu herkömmlichen Banken niedrigere Gebühren. Sie konzentrieren sich auf Innovation, etwa die Bereitstellung von Budgetierungs-Werkzeugen, die Integration mit anderen Finanz-Apps/-Diensten und das Angebot von Robo-Advisory.
Neobanken unterscheiden sich von Herausfordererbanken insofern, als sie in der Regel keine physische Präsenz haben. Wesentlich ist, dass Neobanken keine Banklizenz haben und stattdessen für ihr Angebot an Dienstleistungen mit herkömmlichen Banken zusammenarbeiten, während Herausfordererbanken über eine vollständige Lizenz verfügen.
Neobanken müssen jedoch AML/CFT-Programme befolgen und umsetzen und sind je nach Rechtsprechung der FCA, dem OCC, der EZB und anderen gegenüber verantwortlich.
NFTs sind einzigartige digitale Vermögenswerte, die in der Regel auf der Blockchain gespeichert sind und Eigentum darstellen. Sie können jedes virtuelle Gut repräsentieren, etwa Kunst, Musik, Sportartikel oder virtuelle Immobilien. Nicht-austauschbar bedeutet, dass sie nicht eins-zu-eins getauscht werden können, da keine zwei NFTs als identisch angesehen werden.
NFTs können jedoch in verschiedene Teile aufgespalten werden, und jeder Teil kann unterschiedliche Eigentumsverhältnisse haben. Sie sind programmierbar, d.h. sie können intelligente Verträge enthalten, die Lizenzgebühren an ihre Ersteller zum Inhalt haben. Sie können aber auch über ein Oracle-Netzwerk aktualisiert werden (dynamische NFTs), wenn ihre Metadaten für Anwendungen wie Treuekarten oder Immobilienbesitz geändert werden müssen.
NFTs müssen die Rechte an geistigem Eigentum und die Markengesetze respektieren und NFT-Handelsplattformen AML/KYC- und Verbraucherschutzgesetze umsetzen. Wenn sie als Wertpapiere eingestuft sind, unterliegen NFTs den Wertpapiergesetzen.
Die Verarbeitung natürlicher Sprache ist für das Screening negativer Medienberichte oder Nachrichten zur Risikobewertung unerlässlich.
NLP sammelt Nachrichten durch Web-Scrapping und RSS-Feeds, klassifiziert den Text anhand der Stimmung und kategorisiert ihn nach dem relativen Risiko. Beim Erkennen benannter Entitäten extrahiert der NLP-Algorithmus deren Namen oder Personen und analysiert den Kontext der Erwähnungen.
Aufgrund der Relevanzfilterung gleicht NLP Schlüsselwörter ab und liefert durch Einbeziehung des Kontexts genaue Ergebnisse. NLP kann negative Medienberichte in Echtzeit verarbeiten, Auffälligkeiten auslösen und diese anhand von Filtern nach Prioritäten ordnen.
Der Null-Wissen-Beweis ist eine kryptografische Methode, bei der eine Partei Information nachweisen kann, ohne diese preiszugeben, sodass Interaktion privat und sicher bleibt.
Die Person, welche die Überprüfung wünscht, erfährt also nichts anderes, als dass die Information korrekt ist. Der Null-Wissen-Beweis ist ideal für eine Umgebung, in der Informationsaustausch nicht auf Vertrauen beruht, z.B. Krypto, Datenaustausch, dezentrale Abstimmungen und andere Authentifizierungsanforderungen.
Die Offshore-Leaks-Datenbank ist öffentlich zugänglich und wird vom International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) erstellt und verwaltet. Sie enthält Information zu Offshore-Unternehmen, einschließlich Gesellschaften, Trusts, Stiftungen und Optionen für grenzüberschreitende Verwaltung von Vermögen durch Privatpersonen.
Die Datenbank stammt aus mehreren großen Finanzdatenlecks, darunter die Panama Papers, Paradise Papers, Offshore Leaks und Bahamas Leaks. Beim Onboarding gleichen die Finanzinstitute Kunden mit der Datenbank ab, um Risiken im Zusammenhang mit Offshore-Unternehmen zu ermitteln und diese ggf. mit erweiterter Sorgfaltspflicht zu adressieren.
Die OCR-Technologie wandelt gescannte Papierdokumente, PDF-Dateien oder mit einer Digitalkamera aufgenommene Bilder in bearbeitbare und durchsuchbare Daten um.
Siron®One nutzt die OCR-Schwarmlerntechnologie* von Parashift zur Verarbeitung von Compliance-Dokumenten und konvertiert sie für schnelleren Datenzugriff, bessere Dokumentation und effizientere Prüfprotokolle in maschinenlesbaren Text.
Dies reduziert den manuellen Aufwand der Compliance-Teams zugunsten von Effizienz und Genauigkeit.
Oracle-Netzwerke sind wie APIs für Blockchains und Web3-Anwendungen, da sie als Brücke zwischen zwei unterschiedlichen Layer-One-Blockchains fungieren und ihnen die Interaktion mit Daten außerhalb ihres Blockchain-Netzwerks bzw. ihrer Umgebung ermöglichen.
Oracle-Netzwerke rufen Daten aus intelligenten Verträgen ab, z.B. Aktienwerte zu einem bestimmten Datum oder Sportergebnisse. In DeFi-Anwendungen können Oracle-Netzwerke etwa auch Preisinformation in Echtzeit bereitstellen. Oracle verwendet Verschlüsselung für den Datenaustausch und mehrere Quellen für die Zuverlässigkeit.
Peer-to-Peer (P2P) in einem verteilten Netzwerk ist eine Möglichkeit für zwei Knoten (Peers), ohne eine zentrale Instanz miteinander zu interagieren. P2P im verteilten Netzwerk bedeutet, dass alle Peers gleichberechtigt sind, dass es keinen einzelnen Ausfallpunkt gibt und dass das Netzwerk um Peers erweitert werden kann.
P2P wird für den Austausch von Vermögenswerten verwendet, z.B. für Dateien, Nachrichten oder Krypto-Währungen.
P2P macht teure Infrastrukturen wie zentrale Server überflüssig und ist widerstandsfähig und verlässlich.
PEPs sind Personen, die ein öffentliches Amt bekleiden und aufgrund ihres Einflusses ein höheres Risiko für Bestechung, Korruption, Geldwäsche und die Verlagerung von Vermögen in Offshore-Firmen haben. Der Abgleich mit PEP-Listen ist für die Aufnahme der Geschäftstätigkeit, die Geldwäscheprävention sowie die laufende Überwachung obligatorisch.
PEPs können Regierungs- und Militärbeamte, öffentliche Funktionäre, Personen, die mit einflussreichen politischen Führern verbunden oder deren Familienmitglieder bzw. enge Mitarbeiter sowie staatliche Unternehmen sein.
PEPs unterliegen der erweiterten Sorgfaltspflicht und kontinuierlichen Überwachung.
Prädiktive Analytik verbessert Betrugserkennung, AML, das Berichtswesen, die Sorgfaltspflicht sowie die Sanktionsprüfung. Sie nutzt statistische Algorithmen und maschinelles Lernen, um historische Daten zu analysieren und Ergebnisse zu prognostizieren. Dies ist wesentlich für das Erkennen von Risiken sowie für sofortige Entscheidungen.
Bei der Betrugserkennung markiert prädiktive Analytik Anomalien und risikoreiche Aktivitäten. Bezüglich Geldwäscheprävention schätzt sie das Kundenrisiko präzise ein und deckt verdächtige Aktivitäten auf. Prädiktive Analytik wird bei der einfachen und erweiterten Sorgfaltspflicht für die Verhaltensanalyse und die Abweichung von Clustern eingesetzt. Das Sanktions-Screening verwendet prädiktive Analytik zum Abgleich von Unternehmen.
Prädiktives Lernen wird von fortschrittlichen Modellen des maschinellen Lernens (ML) und der künstlichen Intelligenz (KI) verwendet, um aus historischen Daten und Muster Wahrscheinlichkeiten abzuleiten.
Die präzise Prognose von Wahrscheinlichkeiten erlaubt es, zu planen, Strategien zu entwickeln und Risiken zu steuern.
Moderne Software für Regulierungstechnik wie Siron®One nutzt prädiktives Lernen in vielen Modulen, z.B. bei der prädiktiven Risikobewertung, Verhaltensanalyse, Muster- und Anomalieerkennung in den Bereichen Betrug und AML sowie in Kundenprofilen und Echtzeitüberwachung, Prognose aufsichtsrechtlicher Änderungen und sogar für vereinfachte Wirtschaftsprüfungen.
Dies umfasst Richtlinien, Prüfungen und Maßnahmen, die verhindern sollen, dass Finanzmittel oder Finanzdienstleistungen zur Verbreitung von Massenvernichtungswaffen (MVW) und mit diesen in Beziehung stehenen Materialien beitragen. CPF umfasst in der Regel Sanktionsprüfungen, Transaktionsüberwachung, Prüfungen im Bereich der Handelsfinanzierung sowie die Aufdeckung von Aktivitäten zur Umgehung von Sanktionen.
Terroristen brauchen Geld für ihre Aktivitäten und missbrauchen legale Finanzsysteme, um sich dieses zu verschaffen. Die Prävention der Terrorismusfinanzierung ist eine konzertierte Aktion vieler Regulierungs- und Aufsichtssysteme, Finanzinstitute, Justizsysteme und Einzelpersonen.
Banken und Zahlungsverkehrsanbieter/-verarbeiter stellen die erste Abwehrinstanz dar, da Terroristen sie zur Geldwäsche nutzen. Daher ist aufsichtsrechtliche Compliance von FATF, FinCEN, IWF, der Weltbank, der UN, der EU und anderen vorgeschrieben.
Die Prävention der Terrorismusfinanzierung ist ein wesentlicher Bestandteil der AML-Compliance für Finanzinstitute und umfasst Vorschriften wie FAFT8 oder die FATF-Empfehlungen.
Der Gesetzesrahmen aus Vorschriften, Prozessen und Prüfungen, die Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung verhindern, aufdecken und melden sollen, umfasst gewöhnlich Sorgfaltspflichten gegenüber Kunden, das Überwachen von Transaktionen und Sanktionen, das Bewerten von Risiken sowie das Melden verdächtiger Transaktionen.
Das Privatkundengeschäft dient Privatpersonen und kleinen Unternehmen. Zu den Dienstleistungen gehören Einlagenkonten, Kreditdienstleistungen (z.B.Privat- oder Autokredite), Kreditkarten und Hypotheken, Anlage- und Vermögensverwaltung, Finanzplanung sowie mobile Bankgeschäfte.
Banken müssen eine Vielzahl von Vorschriften in den Bereichen AML/CTF, Verbraucherschutz, Datenschutz, Finanzberichterstattung, faire Kreditvergabe und Antidiskriminierung sowie Cyber-Sicherheit beachten.
Compliance-Software bewertet und berechnet Profile aufgrund historischer Kundendaten, Verhaltensmuster und Transaktionen, um einen Bezugspunkt für die Risikobewertung zu erzeugen. Jedem Profil wird eine Risikobewertung zugeordnet, die auf Faktoren wie Transaktionsvolumen, Häufigkeit, geografische Lage und Art des Geschäfts beruht.
Profil-Scores und Auffälligkeiten aus der kontinuierlichen Überwachung werden für die Priorsierung verwendet.
Durch historische Daten, fortschrittliche Analytik und kontinuierliche Aktualisierungen bieten Profile eine 360°-Sicht auf den Kunden und helfen bei Bedarf, umgehend Maßnahmen zu ergreifen und Risiken zu mindern.
Siron®Ones maschinelles Lernmodell nutzt generative KI, um Auffälligkeiten zu verstehen. Anhand früherer Auffälligkeiten kann es künftige Auffälligkeiten nach ihrer Relevanz bewerten und sie höher priorisieren.
Auf maschinellem Lernen gestützte Prognosen für Auffälligkeiten helfen bei deren schnelleren Sortierung und Konzentration auf das, was sofortige Aufmerksamkeit erfordert.
Siron®One bewertet jede Auffälligkeit nach ihrer Dringlichkeit und der Wahrscheinlichkeit, dass sie eine Untersuchung und eine Verdachtsmeldung erfordert.
Dies hilft dabei, Entscheidungen rechtzeitig zu treffen sowie Risiken und den Ermittlungsaufwand zu minimieren. Hochentwickeltes maschinelles Lernen und prädiktive Analytik des Prognosewerts erhöhen die Präzision und minimieren Auffälligkeiten, erkennen Muster in neuen kriminellen Aktivitäten und sorgen dafür, dass Unternehmen den Vorschriften entsprechend handeln können.
Programmierfrei bedeutet, dass Änderungen an einer Anwendung ohne Programmierung vorgenommen werden können. Hierzu werden häufig Vorlagen und benutzerfreundliche Werkzeuge verwendet, um Anpassungen schnell und ohne Eingreifen der IT-Abteilung vornehmen zu können.
Siron®One verfolgt diesen Ansatz, weil dieser eine bessere Automatisierung der Arbeitsabläufe, Integration mit anderen Anwendungen und einfachere Bereitstellung und Wartung ermöglicht.
Ein Prüfpfad ist eine mit Datum und Zeitstempel versehene und überprüfbare Aufzeichnung aller Details einer Transaktion. Er belegt die Gültigkeit einer Maßnahme, die Integrität der durchgeführten Prüfungen und Kontrollen und ist Beweismittel bei Ermittlungen im Bereich Finanzkriminalität.
Ein chronologischer und lückenloser Prüfpfad hilft beim Aufdecken von Betrug und Datenverstößen und gewährleistet Compliance bei der Finanzberichterstattung.
PSD2 und deren Überarbeitung ist eine Richtlinie der Europäischen Union, die darauf abzielt, Zahlungsdienste und Zahlungsdienstleister in Europa und im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) zu regulieren, um Verbraucherschutz, Zahlungssicherheit und Innovation zu verbessern.
PSD2 gewährleistet strenge Sicherheitsanforderungen für elektronische Zahlungen und den Schutz der Finanzdaten der Verbraucher, einschließlich der Einführung einer starken Kundenauthentifizierung (SCA). Zudem fördert sie ein offenes Bankwesen, Transparenz und mehr Wettbewerb.
PSD2 gilt für Banken und andere Finanzinstitute sowie für Zahlungsdienste, z.B. Kontoinformationsdienste (AIS) und Zahlungsauslösedienste (PIS), Drittanbieter und Unternehmen.
Zudem fördert PSD2 ein offenes Bankwesen, Transparenz und mehr Wettbewerb.
Referenzlisten beziehen sich auf Richtlinien, Gesetze, Verordnungen, Normen, Protokolle und Dokumente, die Unternehmen zur Einhaltung von Regeln und Vorschriften verwenden.
Hierunter fallen aufsichtsrechtliche Dokumente wie die SEC-Vorschriften, ISO-Normen oder die DSGVO. Zudem enthalten Referenzlisten interne Richtlinien und Verfahren, Industriestandards und bewährte Praktiken, Sanktionen und Beobachtungslisten, Rahmenwerke zum Risiko-Management sowie Prüfungs- und Überwachungsinstrumente.
Mit der Regel-Engine lassen sich in einer fortschrittlichen Compliance-Software Maßnahmen und Entscheidungen durch vordefinierte Business Rules automatisieren. Dieser Mechanismus wird eingerichtet, indem man der Regel-Engine Daten liefert, für diese geltenen Regeln definiert (in der Regel eine Wenn-Dann-Bedingung), die Engine die Kernlogik auswertet und Maßnahmen auslöst, wenn die Bedingungen erfüllt sind.
Mit der fortschrittlichen Regel-Engine von Siron®One lassen sich Business Rules erstellen und aktualisieren sowie Compliance-Arbeitsabläufe automatisch vervollständigen. Die Regel-Engine kann so konfiguriert werden, dass sie bestimmte Transaktionen kennzeichnet, Auffälligkeiten auslöst, Berichte erstellt und sogar einfache KYC-Aufgaben ausführt.
Fortschrittliche und benutzerfreundliche Compliance-Plattformen wie Siron®One verfügen über einen Regeleditor, mit dem sich Regeln und Richtlinien erstellen, ändern und verwalten lassen. Die Funktion bietet auch Leitlinien für die Verarbeitung und Überwachung von Daten.
Regeleditoren verfügen über benutzerfreundliche Oberflächen mit Drag & Drop, eine Vielzahl integrierter Vorlagen. Bedingungen und Operatoren (z.B. WENN-DANN, UND, ODER oder NICHT) sind so leicht anpassbar.
Neben der Flexibilität können Regeleditoren auch Arbeitsabläufe automatisieren und effizienter gestalten.
Unter Reputationsrisiko versteht man den Mangel an Vertrauen und Glaubwürdigkeit, dem sich Unternehmen aufgrund von Nichtbeachten von Vorschriften, nicht beherrschten Risiken und vor allem der Beteiligung an illegalen Aktivitäten oder unethischem Verhalten aussetzen. Reputationsschäden können langfristige Auswirkungen haben, etwa den Verlust des Kunden- und Anlegervertrauens, verstärkte behördliche Kontrolle sowie finanzielle Folgen.
Das Management des Reputationsrisikos erfordert solide Compliance-Programme, interne Kontrollen und Richtlinien, Mitarbeiterschulungen sowie kontinuierliche Überwachung und Aktualisierung.
Respondenzbanken ähneln Korrespondenzbanken. Beide erbringen gemeinsam - vor allem grenzüberschreitende - Finanzdienstleistungen für andere Banken. Zudem erleichtern sie internationale Bankgeschäfte und den globalen Handel. Ihre Dienstleistungen umfassen internationale Überweisungen, Handelsfinanzierung, Zugang zu Devisenmärkten, Liquiditäts-Management, Clearing und Abwicklung.
Respondenzbanken müssen alle Vorschriften beachten, die Finanzinstituten zur Prävention von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Sanktionsvermeidung auferlegt werden, z.B. KYC, einfache/erweiterte Sorgfaltspflicht, FATF-Empfehlungen, Transaktionsüberwachung, Protokollierung, Sanktionsprüfung und Berichterstattung.
Das Revisionsprotokoll zeichnet sämtliche Benutzeraktivitäten auf, z.B. wer auf das IT-System eines Unternehmens zugreift, welche Daten gesichtet und welche Aktionen durchgeführt werden. Revisionsprotokolle sind für die Beachtung von Vorschriften unerlässlich, da sie als Beweismittel für Aktivitäten in forensischen Untersuchungen dienen und verdächtiges Verhalten aufzeigen. Sie sind der Schlüssel zum Erstellen eines Prüfpfads.
ML-basierte Compliance-Software wie Siron®One löst Auffälligkeiten aufgrund von Anomalien aus. In diesem Zusammenhang beziehen sich richtig-positive Treffer auf Auffälligkeiten, die von der Software korrekt als Risiken für die Einhaltung der Vorschriften erkannt werden, wobei diese nach ihrer Wichtigkeit geordnet werden. Richtig-positive Treffer sind also tatsächliche Risiken, die eine Untersuchung rechtfertigen.
Vor allem bei Echtzeit-AML oder der Transaktionsüberwachung sorgen diese für effizienteres Risiko-Management und verhindern Straftaten.
Die MFID ist eine Verordnung für Bank- und Wertpapierdienstleistungen der EU, die Transparenz, Anlegerschutz und Wettbewerb verbessern soll. Sie gilt für Aktien, Anleihen, Derivate und strukturierte Finanzprodukte.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Politik der bestmöglichen Ausführung, aufgrund deren die Finanzunternehmen verpflichtet sind, bei Entscheidungen über Preis, Kosten, Geschwindigkeit und Ausführung eines Geschäfts das Beste für ihre Kunden zu tun.
Unternehmen müssen hierzu auch Handelsinformation wie Preis und Volumen vor und nach der Ausführung von Geschäften offenlegen. Die Richtlinie verlangt von den Unternehmen zudem ein umfassendes Risiko-Management sowie interne Kontrollen und Protokolle, um diesem Rechtsrahmen gerecht zu werden.
Wertpapierfirmen, Kreditinstitute, Handelsplattformen, Marktbetreiber und Datendienstleister in der EU sind zur Zusammenarbeit mit der MiFID verpflichtet.
Fortschrittliche Software für Regulierungstechnik wie Siron®One errechnet für Kunden einen Risiko-Score, der alle Daten ihrer Profile sowie die Wahrscheinlichkeit von Regulierungsrisiken berücksichtigt.
Der Score spielt eine direkte Rolle beim der Kundenannahme, bei KYC und bei der laufenden Überwachung. Kunden mit einer hohen Risikobewertung lösen hier etwa die erweiterte Sorgfaltspflicht, ständige KYC und eine kontinuierliche Überwachung aus.
Siron®One verwendet für den Risiko-Score einen hybriden Ansatz, der statische Daten (z.B. Nationalität) und dynamische Faktoren (z.B. Watchlist-Status oder geänderte Transaktionsmuster) gemeinsam mit vordefinierten Business Rules und fortschrittlichen maschinellen Lernmodellen einbezieht.
Der risikobasierter Ansatz ist eine Compliance-Strategie, die sich auf die Identifizierung, Bewertung und das Management von Risiken entsprechend ihrer Schwere und Wahrscheinlichkeit konzentriert.
Die Priorisierung der größten Risiken gewährleistet den effizienten Einsatz der Ressourcen und erhöht die Gesamteffektivität. Der Ansatz umfasst zudem einen Rahmen zur Risikobewertung, die Anpassung der Kontrollen, die strategische Zuweisung von Ressourcen sowie die kontinuierliche Überwachung und Aktualisierung der Risiken.
Der Schwerpunkt liegt auf der laufenden statt auf der einmaligen Bewertung, da sich Kundenrisiken sowie Transaktionsmuster im Laufe der Zeit ändern können.
Die Aufsichtsbehörden bevorzugen diesen Ansatz wegen seiner Flexibilität und der Möglichkeit, Risiken gezielt und wirksam zu mindern. Für die Financial Action Task Force (FATF) ist der Ansatz von zentraler Bedeutung für die Umsetzung der FATF-Empfehlungen.
Die Risikobewertung umfasst die Identifizierung, Analyse, Bewertung, Priorisierung und Minderung von Risiken, um die Einhaltung von Gesetzen, Vorschriften und internen Richtlinien sicherzustellen. Eine proaktive Risikobewertung hilft dabei, rechtliche Strafen, finanzielle Verluste und Reputationsschäden zu vermeiden.
Die Risikobewertung umfasst die Identifizierung und Analyse von Risiken, ihre Bewertung und Priorisierung, die Entwicklung von Kontrollmaßnahmen, die Implementierung von Korrekturmaßnahmen, die Überwachung, Überprüfung und Aktualisierung.
Bei der Risikobewertung wird das Gesamtrisikoprofil eines Kunden unter Berücksichtigung seiner statischen und dynamischen Daten (u.a. Identität, letztlich wirtschaftlich Berechtigter, Gerichtsbarkeit, rechtliche Rahmenbedingungen, z.B. AML/CTF und GDPR sowie kontextbezogene Daten, Ort der Tätigkeit oder PEP-Status) bewertet. Die Risikobewertung kann auch Transaktionsrisiken, etwa die Überweisung von Geldern in risikoreiche Länder und Produktrisiken umfassen, die mit volatilen Produkten wie Kryptowährungen verbunden sind.
Aufgrund der Risikobewertung errechnet Siron®One einen Risiko-Score, löst automatisch Maßnahmen (z.B. die erweiterte Sorgfaltspflicht) aus und verhindert bei hohen Risikowerten auch Transaktionen. Die Plattform überwacht die Kunden vom Onboarding bis zum Ende der Kundenbeziehung.
Die Risikokonfiguration in Software zur Regulierungstechnik befasst sich damit, wie Risikoparameter in Business Rules definiert werden, um Arbeitsabläufe zu automatisieren. Sie umfasst die Definition und Anpassung von Risiken aufgrund von Kunden, Fällen und Gerichtsbarkeiten, Regeln für Risiken, Schwellenwerte für die Bewertung, Messung sowie die Überwachung von Risiken.
In Siron®One lassen sich Risiken anhand von Einzelfällen und aufgrund spezifischer Anforderungen sowie gesetzlicher Änderungen oder Risikobereitschaft konfigurieren und bearbeiten. Einmal konfiguriert, erkennt Siron®One verdächtige Aktivitäten, kennzeichnet sie und rationalisiert hierdurch Überprüfung und Überwachung.
Wenn sich Regeln und Vorschriften ändern und das maschinelle Lernmodell Zugang zu neuen Daten erhält, aktualisiert die Software die Risikobewertungen eigenständig.
Risikominderung umfasst Strategien, Kontrollen sowie Maßnahmen, die ergriffen werden, um die Wahrscheinlichkeit eines Compliance-Risikos zu ermitteln und zu verringern. Sie zielt darauf ab, Organisationen vor rechtlichen, finanziellen, betrieblichen und rufschädigenden Schäden aufgrund der Nichteinhaltung von Gesetzen, Vorschriften und internen Richtlinien zu schützen.
Risikominderung umfasst vorbeugende, aufdeckende und korrigierende Kontrollen, Strategien, Instrumente und Schulungen. Bei aufsichtsrechtlicher Compliance für Finanzinstitute sind die kritischen Bereiche der Risikominderung AML/CFT, die KYC bzw. Sorgfaltspflichten, Transaktionsüberwachung und AML-Schulungen sowie Datenschutz und Sicherheit umfassen.
RPA automatisiert wiederkehrende regelbasierte Aufgaben durch direkte Interaktion mit einem System oder einer Software. Robotergesteuerte Prozessautomatisierung verbessert die Effizienz, Genauigkeit und Produktivität durch Automatisierung umfangreicher Routineaufgaben, sodass sich die Mitarbeiter auf komplexere und wertschöpfende Tätigkeiten konzentrieren können.
Hinsichtlich der Compliance kann RPA viele verschiedene Arbeitsabläufe automatisieren, z.B. Datenerfassung, -integration, -abruf, -eingabe und -validierung, automatische Überwachung und Berichte, KYC-Onboarding und kontinuierliche Überwachung sowie die Verwaltung von Dokumenten oder Compliance-Schulungen.
Rote Flaggen stehen für Anomalien und Risiko. Sie können illegales oder unethisches Verhalten, Verstöße gegen die Vorschriften oder anderes Fehlverhalten anzeigen. Rote Flaggen warnen Compliance-Beauftragte und andere Beteiligte, damit sie Risiken minimieren, Gesetze beachten und Maßnahmen ergreifen.
Eine rote Flagge erfordert eine Untersuchung, eine Eskalation des Problems an die zuständigen Behörden (z.B. das Übermitteln einer goAML-Meldung), interne Korrekturmaßnahmen, Dokumentation, Schulung sowie Überwachung.
Beim Rückvergleich der prädiktiven Analytik wird getestet, ob ein maschinelles Lernmodell Prognosen machen kann, die mit historischen oder tatsächlichen Daten übereinstimmen. Auf diese Weise kann Leistung und Effektivität eines ML-Modells vor seinem produktiven Einsatz getestet werden.
Compliance-Software, die KI und ML nutzt, muss Rückvergleiche durchführen, um die Genauigkeit der Ergebnisse zu überprüfen. In der ersten Phase des Einsatzes verwendet Siron®One reale Daten, um die Gültigkeit des ML-Modells im Geschäftskontext zu belegen. In der zweiten Phase wird das ML-Modell neu trainiert, damit es stets genaue Ergebnisse liefert.
Bezüglich Geldwäsche stellen inaktive Konten ein erhebliches Risiko dar, da sie zur Durchführung illegaler Aktivitäten herhalten können. Unerklärliche Aktivitäten auf einem ruhenden Konto, etwa eine plötzliche Einzahlung, können auf Geldwäsche hindeuten.
Finanzinstitute müssen diese Konten und diesbezügliche KYC-Information regelmäßig überprüfen, um die AML-Bestimmungen einzuhalten. Zudem müssen sie interne Richtlinien, z.B. niedrigere Schwellenwerte, zur Risikominimierung verwenden.
Sanktionen sind restriktive Maßnahmen, die gegen bestimmte Länder, Organisationen, Personen oder Sektoren wegen Verstößen, Aggressionen oder Rechtsverletzungen verhängt werden. Sie zielen u.a. durch Einschränkung des Handels oder von Finanztransaktionen darauf ab, Verhalten zu beeinflussen. Sanktionen können wirtschaftlicher, diplomatischer, militärischer oder auch sektoraler Natur sein.
Sanktionslisten enthalten Information zu bestimmten Einrichtungen und werden von Regierungen, Aufsichtsbehörden und anderen Organisationen herausgegeben. Einige wichtige Sanktionslisten sind OFAC, UNSC, die EU-Sanktionsliste sowie die HM-Sanktionsliste.
Compliance bei Sanktionen bezeichnet die von einer Organisation zu ergreifenen Maßnahmen im Sinn der Sanktionen sowie die Nichtzusammenarbeit mit sanktionierten Parteien. Zu diesen gehören das Screening von Sanktionslisten während des Onboardings (KYC) sowie das kontinuierliche Screening von Transaktionssanktionen für die Dauer der Kundenbeziehung.
Die Liste des britischen Finanzministeriums ist eine Sammlung von Sanktionen gegen Terrorismus, Handel mit Massenvernichtungswaffen und Verstößen gegen das Völkerrecht.
Zu den in ihr aufgeführten Sanktionsarten gehören das Einfrieren von Vermögenswerten und finanzielle Beschränkungen sowie Handels- und Reisebeschränkungen. Für in Großbritannien ansässige Personen und Unternehmen sind Transaktionen mit diesen Personen, Gruppen oder Organisationen verboten.
Alle britischen Finanzinstitute, Unternehmen und Einzelpersonen sind für die Beachtung der Sanktionsliste verantwortlich und müssen bei Nichtbeachtung mit zivil- und strafrechtlichen Sanktionen rechnen.
Unternehmen müssen Kontrollen durchführen, um den Auflagen der Sanktionsliste, z.B. Screening, Überwachung, Berichterstattung, Risikobewertung und Sensibilisierung, nachzukommen.
Im Allgemeinen enthält eine schwarze Liste Unternehmen, welchen der Zugang zu Systemen oder Anlagen verweigert wird. Bei der AML-Compliance enthalten schwarze Listen Länder, die nach Ansicht der Financial Action Task Force (FATF) keine strengen Maßnahmen zum Kampf gegen Finanzkriminalität ergreifen.
Länder auf solchen Listen gelten als besonders risikoreich, weil sie nicht über Systeme zum Kampf gegen Finanzkriminalität verfügen oder die bestehenden Systeme weit unter den FATF-Standards liegen und die Länder nicht vorhaben, daran etwas zu ändern.
Im Gegensatz hierzu enthalten graue Listen Länder, die unter der Aufsicht der FATF stehen und zwar niedrige Standards beim Kampf gegen die Finanzkriminalität haben, aber dabei sind, verbesserte Systeme einzuführen.
Die Prüfung von Unternehmen anhand der schwarzen Liste der FATF ist wesentlicher Bestandteil der AML-Compliance, der Sorgfaltspflicht gegenüber Kunden sowie der Risikobewertung. Da die FATF ihre schwarze Liste dreimal im Jahr aktualisiert, müssen die Compliance-Beauftragten diese sowie die graue Liste vierteljährlich überprüfen oder eine Compliance-Lösung wie Siron®One verwenden, die beide automatisch abgleicht.
Die Financial Action Task Force (FATF) gibt zwei Arten von Listen heraus, um Länder zu identifizieren, die bei der Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung im Rückstand sind: die schwarze und die graue Liste.
Auf der schwarzen Liste stehen Länder, deren Vorschriften sehr lax sind und daher ein Risiko für das internationale Finanzsystem darstellen, aber nichts unternehmen, dies zu ändern. Unternehmen, die mit Ländern auf der schwarzen Liste arbeiten, unterliegen der erweiterten Sorgfaltspflicht. Die Streichung von der schwarzen Liste erfordert Nachweis oder Planung eines strengerer Rechtsrahmens bei der Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.
Auf der grauen Liste der FATF stehen Länder, die zwar AML/CFT umsetzen, aber erhebliche Lücken aufweisen. Diese Länder verpflichten sich zum Fortführen von Abhilfemaßnahmen. Die FATF überprüft die auf der grauen Liste stehenden Länder regelmäßig und streicht sie bei deutlicher Verbesserung aus dieser.
Schwellenwerte in Compliance-Software sind vordefinierte Grenzwerte, deren Erreichen Aktionen oder Auffälligkeiten auslöst. Sie sorgen für automatisierte Compliance-Abläufe in Prozessen wie der Transaktionsüberwachung.
Im Regeleditor von Siron®One lassen sich Schwellenwerte und Grenzwerte bestimmen. Diese variieren je nach Geldwert, Häufigkeit, Risikobewertung der Kunden, historischen Daten, Mustern und Abweichungen sowie geografischer Lage.
Schwellenwerte können Aufgaben bei der Echtzeitüberwachung, dem Auslösen, Zurückstellen oder Eskalieren von Auffälligkeiten, der Priorisierung, der Reduzierung von falsch-positiven Treffern sowie der Erstellung von Compliance-Berichten automatisieren.
Beim Screening im Stapelverarbeitungsverfahren werden große Datensätze mit Sanktionen, Embargos, PEPs und Datenbanken mit negativen Medienberichten abgeglichen, um das Risiko einer Kundenbeziehung zu mindern und zu bewerten. Das Durchsuchen einer großen Datenmenge in einem Stapel, statt eines Unternehmens nach dem anderen, spart Zeit und Ressourcen.
Siron®One automatisiert das Screening im Stapelverarbeitungsverfahren und führt dieses gewöhnlich außerhalb der Stoßzeiten durch.
Ein wesentlicher Bestandteil der Sorgfaltspflicht gegenüber Kunden ist das Screening von negativen Medienberichten, das problematische Kundenbeziehungen erkennen und den Ruf des Unternehmens schützen soll.
Gemeinsam mit anderen Anwendungsfällen, etwa der kontinuierlichen KYC-Prüfung und dem Sanktions-Screening sowie der Überwachung von Transaktionen in Echtzeit, nutzt Siron®One KI-gesteuertes Screening negativer Medienberichte für dynamische Kundenrisikoprofile, die mehr kontextbezogene Information liefern.
Für das Screening setzt Siron®One auf natürliche Sprachverarbeitung und generative KI und durchsucht umfangreiche Datenmengen, einschließlich gefälschter Nachrichten. Auch wird eine Zusammenfassung der durchsuchten Inhalte erzeugt.
Das maschinelle Lernen bei der Transaktionsprüfung und -überwachung dient zweierlei: Es verarbeitet große Datenmengen in Sekundenschnelle, um Maßnahmen in Echtzeit zu ermöglichen und es erkennt ferner Verknüpfungen sowie neue oder anomale Muster. Beides führt zu höherer Produktivität, aber noch wichtiger ist, dass Risiken durch Aufspüren verborgener Verbindungen minimiert und illegale Aktivitäten unterbunden werden.
Bei der Transaktionsüberwachung zur Betrugserkennung und Geldwäscheprävention analysiert ML Transaktionen sowie Verhaltensdaten, um Zahlungs- oder Kreditkartenbetrug zu erkennen und so finanzielle Verluste und Reputationsschäden zu verhindern.
Das ML-gesteuerte Transaktions-Screening erleichtert das intelligente Namens-Screening (INS) sowie die Netzwerkanalyse (Link-Analyse) sowie das Screening von Sanktionslisten erheblich.
Im prämierten INS von Siron®One erkennt ML etwa Übereinstimmungen in verschiedenen Sprachen oder Schriften oder spürt verborgene Verbindungen in komplexen Netzwerken von Briefkastenfirmen auf, um den letztlich wirtschaftlich Berechtigten zu finden.
Bei der Zahlungsprüfung in Echtzeit wird fortschrittliche Technologie wie ML und prädiktive Analytik eingesetzt, um Transaktionen zu überwachen, zu analysieren und zu bewerten. Dies soll Betrug aufdecken und verhindern.
ML-Modelle verarbeiten und analysieren Transaktionsdaten, erkennen Muster und Verhaltensanomalien, erstellen Risikobewertungen und werten sie anhand historischer Daten aus, um Auffälligkeiten präzise zu priorisieren. Prädiktive Analytik erkennt aufkommende Trends bei Finanzdelikten und Vorschriften.
Das Screening von Echtzeitzahlungen mit ML verbessert die Genauigkeit, Geschwindigkeit und Effizienz der Betrugserkennung.
Moderne Compliance-Software wie Siron®One verfügt über eine Simulationsfunktion für alternative Szenarien, um Risiken zu erkennen und zu verstehen, die Effektivität aktueller Richtlinien und Programme zu bewerten und bessere Strategien und interne Kontrollen zu entwickeln.
Mittels maschinellem und prädiktivem Lernen und ohne Programmierungsaufwand simuliert Siron®One realistische Trainingsszenarien, sammelt praktische Erfahrungen ohne reale Konsequenzen, führt Belastungsprüfungen durch und verbessert die Entscheidungsfähigkeit.
In der Vorgängerplattform ist Siron®ACM das Modul für die Auffälligkeits- und Fallbearbeitung, das Daten aus relevanten Quellsystemen wie Siron®AML und Siron®KYC sammelt und alle Auffälligkeiten in einer einzigen Umgebung zur Entscheidung anbietet. Siron®ACM lässt sich in andere Compliance-Arbeitsabläufe integrieren und bietet einen Filter für Aufgaben.
Diese Funktionen wurden im neuentwickelten Siron®One verfeinert, um höhere Genauigkeit, bessere Auffälligkeitspriorisierung und eine ansprechendere visuelle Darstellung zu erzielen. In der Auffälligkeits- und Fallbearbeitung lassen sich Auffälligkeiten auch zurückstellen oder aufgrund von Business Rules automatisch abschließen.
In der Vorgängerplattform ist Siron®AML die Geldwäschepräventionslösung, die mehrfach als beste ihrer Klasse ausgezeichnet wurde. Siron®AML nutzt fortschrittliche Analysen, um verdächtige Aktivitäten zu identifizieren und zu melden und um Kunden, Beziehungen und Verhaltensänderungen besser zu verstehen.
Das neue Siron®One verbessert dies durch fortschrittliche Algorithmen für maschinelles Lernen und robotergestützter Prozessautomatisierung (RPA). In der neuen Plattform löst die Geldwäschepräventionsfunktion Auffälligkeiten aus, die zu 90% verlässlich sind.
In der Vorgängerplattform ist Siron®Embargo das Sanktionsprüfungsmodul, das Echtzeitdaten für SWIFT, SEPA, Watchlists (u.a. OFAC, BoE, UN oder World-Check) und PEP-Listen prüft und sicherstellt, dass sanktionierte Personen, Gruppen und Organisationen keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen, Ressourcen oder Instrumenten erhalten. Dies entspricht den neuesten Empfehlungen der FATF.
Im neuen Siron®One ist das Transaktionssanktions-Screening eine robuste Funktion, die mit neuartigen Business Rules sowie einem viele Algorithmen nutzenden Abgleichsystem arbeitet und nicht nur unrechtmäßige Transaktionen in Echtzeit verhindert, sondern auch die niedrigste Rate an falsch-positiven Treffern aufweist.
In der Vorgängerplattform regelt Siron®KYC die Einhaltung der Sorgfaltspflichten gegenüber Geschäftspartnern und deren Risikobewertung ab der Kundenannahme und während der Dauer der Geschäftsbeziehung. Auszeichnungen erhielt die Software aufgrund ihrer dynamischen Datenerfassung, fortlaufenden Prüfungen, Risikobewertung, Sanktionsbehandlung, PEP-Prüfungen sowie ihrer Integration mit allen gängigen Watchlist-Datenbanken und der unkomplizierten Fallbearbeitung.
Im neuen Siron®One kommen durch KI, RPA, Verwaltung von Dokumenten sowie durchgängig digitale Prozesse, selbst bei komplexen Onboarding-Prozessen, hinzu.
In der Vorgängerplattform sorgt Siron®RAS für die Risikobewertung mit einer institutsspezifischen Risikoanalyse, die Geschäftsumfelder, Produkte, Prozesse und andere relevante Variablen berücksichtigt. Die Lösung ist auf die Richtlinie zum Erstellen einer Bedrohungs-/Risikoanalyse der europäischen Regulierungsbehörden abgestimmt und bietet eine vollständige und kontinuierliche Bedrohungsanalyse und -verwaltung.
Im neuen Siron®One arbeitet das hochentwickelte dynamische Risiko-Scoring während des Kundenbeziehungszyklus kontinuierlich. Die Scores werden aufgrund von KI-Clustering, Abweichungen, Basisinformation der Kunden, historischen Transaktionsdaten und dynamischen Daten berechnet, einschließlich negativer Medien und Sanktionen. Die Risikobewertungen helfen den Compliance-Beauftragten beim Priorisieren von Untersuchungen und ermöglichen schnelle und präzise Entscheidungen.
In der Vorgängerplattform bietet Siron®RCC (Reporting Compliance Cockpit) einen konsolidierten und visualisierten unternehmensweiten Überblick über die gesamte Compliance-Information an einem Ort. Die Software ermittelt den Status von Aufgaben, verweist auf anstehende Maßnahmen, ermöglicht die Definition spezifischer Leistungsindikatoren sowie deren Überwachung und bietet eine graphische Darstellung zur Wirksamkeit der Maßnahmen.
Im neuen Siron®One bietet die Fallbearbeitung einen vollständigen, zentralen Überblick über die Compliance-Funktionen, einschließlich der Compliance-Berichterstattung per Mausklick. Zudem zeigt die Lösung eine 360°-Sicht auf die Kunden mit aller relevanten Information, historischen Daten, Risikobewertungen und Auffälligkeiten zu jedem Fall. Mit SmartView lassen sich die Daten zudem visualisieren, Ansichten ändern und Diagramme erstellen.
In der Vorgängerplattform ist Siron®TCR das Berichtsmodul für Steuer-Compliance, das FATCA- und OECD-CRS-Steuermeldungen für Banken, Versicherungen und Unternehmen schnell und unkompliziert macht. Das innovative Modul entspricht nicht nur den steuerlichen Vorschriften und fügt sich mühelos in die IT-Umgebung des Kunden ein, sondern gewährleistet auch die sichere Datenübertragung an nationale Steuerbehörden und den IRS.
KI-basierte Automatisierung von Siron®One, OCR-Datenerfassung sowie die Ablage und Verwaltung von Dokumenten verbessern die Steuer-Compliance und sorgen für das Beachten von Vorschriften verschiedener Rechtsordnungen.
SmartView ist eine Funktion der Fallbearbeitung in Siron®One, die eine visuelle Darstellung aller relevanten Kundeninformation in einem leicht bedienbaren und flexiblen Dashboard bietet.
SmartView hat eine anpassbare Benutzeroberfläche, mit der Diagramme erstellt und historische Daten sowie Abweichungen zum Zweck der Kontextualisierung visualisiert werden können. Diese Funktion hebt auch die wichtigste Information in Screening-Auffälligkeiten sowie unbekannte Beziehungen und Assoziationen hervor und sorgt für schnellere Quantifizierung und Sortierung von Auffälligkeiten.
Smurfing ist eine Geldwäschetechnik, bei der große Summen in kleinere Beträge aufgeteilt werden, um die Entdeckung durch die Aufsichtsbehörden zu verhindern. Eine große Summe wird dabei in mehrere Transaktionen unter 10.000 USD aufgeteilt und als Einzahlung oder Überweisung auf mehrere Banken, Zahlungssysteme oder Konten transferiert. Hiernach wird das Schwarzgeld zwecks Verschleierung weiter verteilt, bevor es schließlich Teil der legalen Wirtschaft wird.
Fortschrittliche AML- und Compliance-Tools wie Siron®One erkennen und verhindern Smurfing.
SaaS ist ein Cloud-Dienst, bei dem der Zugriff auf die Software mittels Browser erfolgt und diese nicht auf ein Gerät heruntergeladen wird.
Software als Dienstleistung bietet zahlreiche Vorteile, z.B. kürzere Bereitstellungszeiten, sofortigen Zugriff, Wegfall des Errichtens einer Infrastruktur, geringere Kosten, einfache Wartung und automatische Aktualisierungen, Skalierbarkeit und Flexibilität, Echtzeitzugriff und bessere Zusammenarbeit, verbesserte Sicherheit sowie unkomplizierte Integration mit anderer Software.
Die Sorgfaltspflicht gegenüber Kunden (CDD) ist für Finanzinstitute und regulierte Unternehmen obligatorischer Bestandteil der aufsichtsrechtlichen Compliance. Ihr Ziel ist, relevante Kundeninformationen zu sammeln, zu verifizieren und sie zu Beginn einer Geschäftsbeziehung zu speichern. CDD zielt darauf ab, das Risiko von Geschäften mit hochriskanten oder politisch involvierten Unternehmen zu mindern, indem Kundeninformation anhand von Sanktionslisten, PEP- und Watchlists, negativen Medienberichten und öffentlichen Datenquellen, z.B. Unternehmensverzeichnissen, ausgewertet wird.
Viele Finanzinstitute verfolgen in Bezug auf CDD einen risikobasierten Ansatz, nämlich Basis-, Standard- und erweiterte Sorgfaltspflicht (EDD). Bei Kunden mit höherem Risiko verwenden Unternehmen die erweiterte Sorgfaltspflicht, um Risiken für Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Betrug zu verringern.
FinCEN hat die CDD-Regeln an die Vorschriften des Bank Secrecy Act angepasst, die von Finanzinstituten verlangen, Kunden und wirtschaftlich Berechtigte zu identifizieren und zu überprüfen, den Zweck des Kontos zu klären, um Risikoprofile zu entwickeln, diese laufend zu überwachen und verdächtige Aktivitäten zu melden.
Die Sorgfaltspflichten des Verkäufers bestehen aus der Überprüfung momentaner oder potenzieller Lieferanten. Dies minimiert Risiken sowie die aufsichtsrechtliche Compliance, schafft betriebliche Kontinuität und stärkt die finanzielle Stabilität.
Die Sorgfaltspflichten umfassen die finanzielle und operative Bewertung, die Einhaltung rechtlicher und aufsichtsrechtlicher Vorschriften, Datenschutzpraktiken, Versicherungen sowie ESG-Überprüfungen.
Bei der Stapelverarbeitung werden Daten über einen bestimmten Zeitraum gesammelt und gleichzeitig verarbeitet. Sie wird im Allgemeinen für große Datenmengen außerhalb der Hauptverkehrszeiten durchgeführt, um Systemressourcen zu optimieren und den Durchsatz zu erhöhen. Die Methode ist ideal für Transaktionen, die keine Echtzeitverarbeitung erfordern.
Je nach betrieblichen Anforderungen lassen sich mit Siron®One Transaktionsdaten in Echtzeit oder in Stapeln verarbeiten. So erfordern etwa Kreditkartenzahlungen die Echtzeitverarbeitung, während sich Versicherungszahlungen eher für die Stapelverarbeitung eignen.
Für andere Prozesse, z.B. Risikoberechnungen für Kunden, Konten oder Kundengruppen, führt Siron®One auch nachts Stapelverarbeitungen durch, die aber auch zu jeder anderen Zeit ausgeführt werden können.
Steuerbetrug ist die absichtliche Fälschung von Angaben in der Steuererklärung zur Vermeidung der Zahlung geschuldeter Steuern. Hierzu gehören Praktiken wie die Angabe zu geringer Einkünfte, das Aufblähen von Abzügen, Verbergen von Vermögenswerten, Beantragen ungerechtfertigter Steuerbefreiung sowie das Einreichen falscher Dokumente.
Behörden wie die U.S.-Steuerbehörde (Internal Revenue Service, IRS) untersuchen und verfolgen solche Praktiken.
Beim Verarbeiten natürlicher Sprache (NLP) und der Analyse von Texten werden Stoppwörter herausgefiltert, z.B. "und", "der" oder "ist". Compliance-Software verwendet Stoppwörter, um die Analyse von Textdaten zu optimieren, Ablenkung zu reduzieren sowie die Leistung zu verbessern.
Stoppwörter ermöglichen Konzentration auf Schlüsselwörter und ein besseres kontextuelles Verständnis. Beim Suchen nach negativen Medienberichten per NLP kann die Compliance-Software etwa eine vordefinierte oder benutzerdefinierte Stoppwortliste verwenden, um bessere Ergebnisse zu erzielen.
Strukturierte Daten sind vordefinierte, organisierte und kategorisierte Daten in relationalen Datenbanken, die leicht zu durchsuchen sind (z.B. Datum, Name oder Adresse).
Unstrukturierte Daten sind hingegen nicht vordefiniert oder kategorisiert und können in vielerlei Formen vorliegen (z.B. als Text, Bilder, Videos, Musik, Beiträge in sozialen Medien, E-Mails oder Nachrichtenartikel).
Modelle für maschinelles Lernen werden häufig mit strukturierten Daten für lineare Regression, Entscheidungsbäumen und logistischen Regressionsalgorithmen trainiert.
Moderne ML-basierte Compliance-Software wie Siron®One kann jedoch auch unstrukturierte Daten mittels natürlicher Sprachverarbeitung und optischer Zeichenerkennung verwenden, etwa bei der Stimmungsanalyse in negativen Medienberichten. Siron®One verfolgt einen hybriden Ansatz, bei dem strukturierte und unstrukturierte Daten zur Prognose verwendet werden.
Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication, kurz SWIFT, ist ein weltweites Nachrichtennetzwerk, das eine Plattform zur Übermittlung von Nachrichten über Finanztransaktionen darstellt. Finanzinstitute nutzen SWIFT, um Information zu Finanztransaktionen, z.B. grenzüberschreitende Zahlungen, sicher zu senden und zu empfangen.
SWIFT verbindet 11.000 Finanzinstitute in über 200 Ländern und Regionen und ermöglicht den internationalen Handel durch eine gemeinsame Kommunikationsplattform. SWIFT verwendet standardisierte Nachrichten, um Konsistenz und Genauigkeit zu gewährleisten und kodiert die Art der Nachricht für verschiedene Finanztransaktionen, z.B. Zahlungen, Wertpapiere, Handelsfinanzierung und Treasury-Transaktionen.
SWIFT setzt zum Schutz der Daten robuste Sicherheitsmaßnahmen ein, darunter Verschlüsselung, Authentifizierung und Integritätsprüfungen und gewährleistet eine hohe Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit durch minimierte Ausfallzeiten und Störungen.
Der SWIFT-Code bzw. BIC bestimmt, welches Finanzinstitut die Transaktion durchführt. Er wird hauptsächlich für internationale Überweisungen und den Austausch von Nachrichten zwischen Banken verwendet.
SWIFT-Codes/BICs bestehen aus 8-11 Zeichen. Die ersten vier sind die Bank-, gefolgt von der zweistelligen Länderkennung, dem zweistelligen Ort und der dreistelligen optionalen Filialkennung.
Szenariovariablen sind Eingaben, Daten und Parameter, die zum Simulieren von Compliance-Szenarien verwendet werden, um Risiken vorzubeugen, die Wirksamkeit von Compliance-Maßnahmen zu testen, Belastungsprüfungen durchzuführen und schnell auf volatile Verordnungen zu reagieren.
<Siron®One ist nicht nur mit globalen Standards, Betrugsszenarien und Vorschriften ausgestattet, sondern kann auch Szenarien simulieren, um Compliance-Ziele problemlos zu erreichen und wachsam gegenüber neuen Finanzvergehen zu sein. Mit neuen Simulationen und Szenariovariablen wird das ML-Modell im Lauf der Zeit noch genauer und erzielt unter verschiedenen Bedingungen bessere Ergebnisse.
DLT ist eine verteilte Datenbank von Kassenbüchern, die Transaktionen aufzeichnet und an mehreren Orten zugleich speichert. DLT hat keine zentrale Datenspeicherung oder Verwaltung. Die Vorteile bestehen in der Dezentralisierung, Transparenz, Sicherheit und Unveränderlichkeit. DLT funktioniert über einen Konsensmechanismus wie Proof of Work oder Proof of Stake.
Die wichtigste Anwendung der DLT ist die Blockchain, auf der NFT, Krypto-Währungen und intelligente Verträge aufbauen. DLT findet in praktisch allen Branchen Anwendung, einschließlich Finanzdienstleistungen für grenzüberschreitende Zahlungen, Handelsfinanzierung, Clearing und Abwicklung.
Die Compliance in Bezug auf DLT hängt von der Anwendung ab. DLT-Finanzanwendungen erfordern jedoch in jedem Fall strikte Maßnahmen für Transaktionen, Wertpapiere und gegen Betrug.
Unter Textextraktion versteht man den Prozess der automatischen Verarbeitung von strukturiertem und halbstrukturiertem Text, z.B. Namen, Daten, E-Mails und Telefonnummern aus KYC-Dokumenten, dem Internet, Artikeln, Berichten oder anderen Quellen. Beim Extrahieren werden optische Zeichenerkennung und natürliche Sprachverarbeitung eingesetzt, um den Text zu verstehen. Hierdurch lassen sich manuelle Prozesse wie Data Mining, Die Eingabe von Dateneingabe und die Verarbeitung von Dokumenten automatisieren.
Siron®One nutzt Datenerfassung, um relevante Dokumente mittels OCR zu lesen und deren Information zu digitalisieren. Anschließend wird die Textinformation mittels NLP aus den Daten extrahiert, also etwa Details wie Name oder Adresse. Schließlich werden durch Einsatz von Informationszuordnung Formulare automatisch ausgefüllt, z.B. für die Steuer-Compliance.
The Wolfsberg Group besteht aus Banken, die zusammenarbeiten, um Industriestandards für AML und CTF zu entwickeln und auszubauen, KYC-Prinzipien zu verstehen und umzusetzen und Leitlinien für das Management von Risiken im Bereich Finanzkriminalität auszuarbeiten.
Ursprünglich aus 11 Mitgliedern bestehend, gehören zur Gruppe mittlerweile diese 13 global operierenden Banken: Bank of America, Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ, Barclays, Citigroup, Credit Suisse, Deutsche Bank, Goldman Sachs, HSBC, JPMorgan Chase, Morgan Stanley, Société Générale, Standard Chartered und UBS.
The Wolfsberg Group gibt eine Grundsatzreihe für AML, CFT, das Korrespondenzbankwesen sowie die Handelsfinanzierung heraus.
Hierbei werden Eigentumsrechte an einem physischen Vermögenswert (z.B. Kunst, Sammlerstücke, Wertpapiere, Waren) als digitale Token auf einer Blockchain gespeichert. Diese repräsentieren die Gesamtheit oder einen Teil des Vermögenswerts und erleichtern so Aufteilung, Übertragung und Verwaltung. Tokenisierung ermöglicht Bruchteilseigentum, Transparenz durch unveränderliche Aufzeichnungen und schnellere Transaktion.
Tokenisierte Vermögenswerte müssen Vorschriften (z.B. Wertpapiergesetze) beachten. Tokenisierungsfähige Plattformen müssen AML/KYC durchführen.
Über SWIFT abgewickelte Zahlungen und Transaktionen werden geprüft, um illegale Aktivitäten wie Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Verstöße gegen Sanktionen aufzudecken und zu verhindern.
Das Transaktions-Screening umfasst Sanktionen, AML, CFT und KYC, automatisiertes Screening in Echtzeit sowie einen risikobasierten Ansatz, bei dem Auffälligkeiten nach Priorität geordnet werden.
Die Überwachung aller Transaktionen und die Aufdeckung von Anomalien zu deren Verhinderung, Untersuchung und Meldung sind obligatorische Praktiken bei der AML-Compliance.
Maschinelles Lernen ist bei jedem Schritt hilfreich, insbesondere beim Erkennen von Inkongruenzen in transaktionsbezogenen Daten oder Transaktionsabweichungen. Fortschrittliches prädiktives Lernen passt sich an neue Muster an, erkennt diese sowie neu auftretende Finanzkriminalität und Betrug und verhindert sie in Echtzeit .
Zusätzlich zum regelbasierten System nutzt Siron®One fortschrittliches maschinelles Lernen, Verhaltensanalyse, Clustering sowie Risiko-Scoring, um präzise Auffälligkeiten sowie standardisierte Meldungen an die Regulierungsbehörden zu erzeugen.
Die Transaktionsprüfung dient zur Echtzeitüberwachung und Analyse von Finanztransaktionen und Aufdeckung bzw. Verhinderung von Straftaten. Sie ist ein wichtiger Bestandteil von AML/CFT.
KYT erfordert die Überwachung von Transaktionen in Echtzeit, um Daten zu sammeln und zu analysieren und Quelle und Ziel der Gelder zu protokollieren, ein Transaktionsprofil auf Basis des Kundenrisikoprofils und der Risikosegmentierung zu erstellen sowie Technologie einzusetzen, die Transaktionen kontinuierlich überwacht und jene kennzeichnet, die von den Risikoprofilen und Segmentierungen abweichen.
Verhaltensanalyse und Trendüberwachung sind ebenfalls entscheidend für die Identifizierung von Mustern und Trends. Im Idealfall erzeugt die Software präzise Auffälligkeiten für verdächtiges Verhalten und stuft sie nach Priorität ein.
Hiernach prüfen Compliance-Beauftragte die Auffälligkeiten, führen je nach Priorität Ermittlungen durch, übermitteln bei Bedarf Verdachtsmeldungen oder eskalieren intern.
KYT ist Teil der Compliance, interner Wirtschaftsprüfungen, von Schulung und Sensibilisierung und, was besonders wichtig ist, des Risiko-Managements.
Ziel der Transaktionsüberwachung ist das möglichst sofortige Entdecken verdächtiger Aktivitäten. Alle Finanzinstitute sind verpflichtet, Kundentransaktionen wie Geldüberweisungen, Einzahlungen und Abhebungen als Teil ihres AML-Programms zu überwachen.
Software zum Überwachen von Transaktionen kennzeichnet verdächtige Aktivitäten aufgrund vordefinierter Business Rules sowie auslösender Ereignisse. Die Compliance-Beauftragten bewerten, ob diese Auffälligkeiten stichhaltig sind und eine Verdachtsmeldung erfordern.
Die Transaktionsüberwachung von Siron®One kombiniert den regelbasierten Ansatz mit fortschrittlicher KI, um präzise Auffälligkeiten in Echtzeit auszulösen. Sie berücksichtigt das Risikoprofil des Kunden, den Transaktionsabweichungs-Score, die kontinuierliche KYC-Prüfung, negative Medienberichte sowie auslösende Ereignisse.
Transaktionswäsche ist eine Form der Geldwäsche, bei der Herkunft und Art der Gelder über scheinbar legitime Transaktionen geleitet und damit verschleiert werden, häufig über Online-Shops oder Zahlungskonten.
Zu den bekannten Mechanismen gehören Händlerkonten von Briefkastenfirmen oder Scheinhändlern, Durchlaufgeschäfte, die sowohl legitime als auch illegale Transaktionen abwickeln, Partner-Marketing-Systeme, die illegale Produkte verkaufen oder Triangulationsbetrug, bei dem Kriminelle andere Unternehmen für den Verkauf illegaler Produkte missbrauchen.
Zu den Warnzeichen für Transaktionswäsche gehören:
- Ungewöhnliche Transaktions- oder Versandmuster
- Mehrere Konten
- Unstimmigkeiten bei Waren und Dienstleistungen
- Verwendung von Privatkonten
ML-Modelle können überwacht, unüberwacht, teilüberwacht oder bestärktend trainiert werden.
Beim überwachten Lernen wird ML zur Prognose mit markierten Daten trainiert und bei der Risikobewertung und Betrugserkennung eingesetzt.
Unüberwachtes Lernen nutzt die Mustererkennung in unbeschrifteten Daten und kommt beim Erkennen von Anomalien und der Segmentierung von Clustern zum Einsatz.
Beim teilüberwachten Lernen werden markierte und unmarkierte Daten verwendet, um dem ML-Modell Rückmeldung zu geben und es zugleich lernen zu lassen.
Das Bestärkungslernen schließlich verwendet einen Ansatz, bei dem positive Antworten belohnt und in adaptiven Systemen verwendet werden.
Die Benutzeroberfläche (UI) umfasst Design und Layout eines digitalen Produkts, einschließlich interaktiver Elemente wie Symbole, Schaltflächen, Typografie, oder Animation. Interaktivität berücksichtigt die Einfachheit der Bedienung von Schaltflächen oder Schieberegler, das visuelle Design, das Layout der Seiten und die Navigation sowie die Anpassungsfähigkeit an verschiedene Bildschirmgrößen und Geräte.
Benutzererfahrung (UX) bezieht sich auf die Gesamterfahrung der Nutzer eines digitalen Produkts. Sie adressiert die Benutzerfreundlichkeit, also Einfachheit beim Einarbeiten, Bedienen, Suchen nach Information und der Navigation sowie verlässliche Funktionalität für Menschen mit Behinderungen.
Siron®One ist leicht zu bedienen und effizient, weil es diese Prinzipien verkörpert.
Unschärfe in der künstlichen Intelligenz verwendet Grade anstelle des binären Wahr oder Falsch. Sie ahmt das menschliche Denken nach und arbeitet mit ungenauen Daten.
Bei der Compliance ist Unschärfe erforderlich, um Entscheidungen aufgrund ungenauer Daten oder Risikobewertungen für die einfache Sorgfaltspflicht zu treffen, bei welchen Faktoren unterschiedlich gewichtet sind. Mittels Unschärfe lassen sich subtile Änderungen in Mustern oder neue Muster erkennen.
Der unscharfe Namensabgleich ist eine Technik zur Identifizierung von Personen oder Unternehmen, die Ähnlichkeiten mit Datensätzen in einer Datenbank aufweisen, aber nicht identisch sind. Das Verfahren wird zur Überprüfung von Namen in Compliance-Prozessen, etwa bei KYC/AML, der einfachen und erweiterten Sorgfaltspflicht sowie der Sanktionsprüfung verwendet.
Namen können je nach Schreibweise, kulturellem Kontext, Formatierung und Abkürzungen unterschiedlich geschrieben werden, z.B. Cathrin oder Kathrin. Der unscharfe Namensabgleich nutzt Algorithmen, um Ähnlichkeiten zwischen Zeichenfolgen zu ermitteln. Zu den gebräuchlichen Algorithmen für den unscharfen Namensabgleich gehören der Editierabstand, Soundex-Algorithmen und auf Token beruhende Methoden. Diese sind jedoch samt und sonders statisch und haben ihre Nachteile.
Das Nutzen fortschrittlicher Technologie für den unscharfen Namensabgleich, etwa maschinelles und tiefes Lernen, führt zu genaueren Ergebnissen und eignet sich besser für die aufsichtsrechtliche Compliance. Algorithmen des maschinellen Lernens können Muster und Beziehungen zwischen Namensdatenpunkten erkennen. Tiefes Lernen entdeckt nicht nur komplexe Muster, sondern auch phonetische Ähnlichkeiten, was insbesondere beim Namens-Screening zu wesentlich besseren Ergebnissen führt.
Unternehmens-Compliance umfasst die internen und externen Prozesse, Standards, Richtlinien und Schulungen, die zur Einhaltung lokaler, staatlicher, nationaler oder internationaler Vorschriften sowie zur Risikominimierung erforderlich sind. Unabängig von ihrer Größe betrifft die Compliance alle Unternehmen. Die Vorschriften, die sie beachten müssen, hängen jedoch von der Branche, den Vertriebskanälen, der Rechtsprechung und dem Unternehmensnetzwerk ab.
Etliche Regulierungsbehörden, z.B. die Federal Trade Commission, die U.S. Securities and Exchange Commission oder die Europäische Kommission, erlassen hierzu Gesetze und Richtlinien.
Welche Vorschriften Unternehmenen auch zu beachten haben: Die Compliance-Prozesse müssen die Minimierung von Risiken Dritter adressieren, die Sorgfaltspflicht gegenüber Kunden üben sowie die Kenntnis des Kunden, des eigenen Unternehmens und Maßnahmen zum Kampf gegen Geldwäsche umfassen.
Siron®One sorgt dafür, dass Unternehmen die relevanten Compliance-Vorschriften je nach Gerichtsbarkeit und Tätigkeitsbereich beachten (und mit Änderungen Schritt halten).
Unternehmensbanken, Geschäftsbanken und institutionelle Banken vergeben Kredite an Großunternehmen, Finanzinstitute und Regierungen. Sie unterscheiden sich von kommerziellen Banken, die Kredite an Privatpersonen und kleine Unternehmen vergeben.
Die beiden wichtigsten Produkte sind Drehkredite und langfristige Darlehen. Drehkredite funktionieren wie Kreditkarten: Der Kunde kann einen zuvor festgelegten Betrag abheben oder zurückzahlen, und die Geschäftsbank erhebt eine Nutzungsgebühr.
Andere Produkte können Überbrückungsfinanzierungen und Akkreditive umfassen.
Unter verdächtigen Aktivitäten versteht man Transaktionen oder Verhaltensweisen, die von der Norm abweichen und auf ein Finanzvergehen hinweisen.
Verdächtige Aktivitäten sind durch ungewöhnliche Transaktionsmuster gekennzeichnet, z.B. durch Transaktionen mit hohem Wert oder hohem Volumen, Smurfing oder häufige Transaktionen. Dabei kann es sich auch um ein ungewöhnliches Verhalten handeln, z.B. um inkonsistente Nutzung oder eine einfache Transaktion zum Verschleiern von Geldern.
Abgesehen von Abweichungen können verdächtige Aktivitäten auch aus Ländern mit höherem Risiko oder aus grenzüberschreitenden Transaktionen stammen.
Eine Verdachtsmeldung ist ein Bericht, den Finanzinstitute und andere Unternehmen (z.B. aus der Glücksspielbranche) einreichen müssen, wenn sie Aktivitäten entdecken, die auf Geldwäsche, Betrug, Terrorismusfinanzierung oder andere Finanzvergehen hindeuten.
Die Verdachtsmeldung enthält relevante Information, einschließlich der beteiligten Personen, der Art der Transaktionen sowie der Gründe für den Verdacht. Als obligatorischer Bestandteil der Geldwäscheprävention unterstützt das Einreichen von Verdachtsmeldungenden die FIUs dabei, anhand ähnlicher verdächtiger Aktivitäten Trends und neue Risiken zu erkennen.
Die vereinfachte Sorgfaltspflicht gilt für Kundenprofile oder Transaktionsarten, die ein geringes Risiko darstellen, z.B. für solche aus einem bestimmten Land oder für bestehende Kundenbeziehungen.
Für die vereinfachte Sorgfaltspflicht sind weniger Unterlagen erforderlich und die Information wird ohne umfangreiche Hintergrundprüfungen gesammelt. Aber auch solche Profile werden regelmäßig überwacht und überprüft.
Vergleichsobjekte sind Datensätze, Elemente oder Muster, die als Bezugspunkte zur Bewertung, Messung und zum Vergleich anderer Objekte oder Variablen dienen. Mit Vergleichsobjekten werden Datenpunkte, Objekte oder Verhaltensweisen gemessen, um Ähnlichkeiten, Unterschiede oder Abweichungen festzustellen. Beim maschinellen Lernen werden Trainingsdaten als Vergleichsobjekte verwendet, um herauszufinden, wie das Modell bei unbekannten Testdaten abschneidet.
Vergleichsobjekte in Siron®One finden Unähnliches sowie Abweichendes zwischen bekannten und neuen Daten (z.B. fehlende Daten im KYC-Prozess) und gleichen Kundenprofilinformation wie wirtschaftliche Berechtigung, dynamische Risikobewertungen mit Risikoschwellenwerten oder Transaktionsaktivitäten mit bekannten Betrugsmethoden ab. Die Software sorgt für automatisierte Arbeitsabläufe, Anomalieerkennung sowie für Risikobewertung und Berichterstattung.
Beim Verhaltens-Clustering kategorisiert ein maschinelles Lernmodell Daten in Untergruppen aufgrund von Ähnlichkeiten und Verhaltensmustern der Gruppe.
Dies geschieht beim Identifizieren von Mustern in unüberwachten Lernalgorithmen, vor allem wenn die Übereinstimmungen nicht exakt zu sein brauchen. Als Hauptziel soll herausgefunden werden, wie eng ein Element mit einer Gruppe verbunden und wie Information zu speichern ist, damit sie schnell gefunden werden kann.
Die Ähnlichkeitsfunktion, Ähnlichkeitsmetrik oder das Abstandsmaß beim ML-Clustering zeigt, wie nahe sich zwei Entitäten sind. KI-gesteuerte Compliance misst hiermit, inwiefern das Verhalten von Unternehmen von seinem Cluster oder seiner Gruppe abweicht und ob dies eine Untersuchung rechtfertigt.
Siron®One verwendet unter anderem ML-gesteuerte Verhaltens-Cluster und Abweichungs-Scores, um Auffälligkeiten auszulösen, wenn das Verhalten einer Person oder eines Unternehmens von der Cluster- und Ausgangsinformation abweicht.
Verhaltensanalytik kombiniert Datenanalyse mit KI/ML, um Muster, Trends, Abweichungen und Anomalien in Unternehmens- oder Kundendaten zu erkennen. Sie wird auch als User and Entity Behavior Analytics (UEBA) bezeichnet und hat sich zu einer sinnvollen Methode entwickelt, Einblicke in das Kundenverhalten in verschiedenen Branchen, einschließlich Compliance und Cyber-Sicherheit, zu gewinnen.
Unüberwachte Algorithmen des maschinellen Lernens, welche die Gewohnheiten und das Verhalten einer Kundengruppe aufgrund früherer Daten prognostizieren, werden in der Verhaltensanalyse für die Kundensegmentierung und das Clustering eingesetzt. Siron®One verfolgt und misst die Abweichungen des Verhaltens der Kunden in deren Clustern und erzeugt dynamische Risikobewertungen und Auffälligkeiten.
Die Prüfung durch unabhängige Organisationen weist nach, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung den Normen, Anforderungen und Angaben entspricht. Bezüglich Software wird auch sichergestellt, dass das Produkt die Standards für Qualität, Sicherheit, Branchenkonformität, Leistung und Zuverlässigkeit erfüllt.
Die Vermögensverwaltung und Betreuung vermögender Privatkunden umfassen persönliche Anlageberatung, Finanzplanung, Anlagenverwaltung sowie weitere Finanzdienstleistungen, die speziell auf vermögende und sehr vermögende Privatpersonen zugeschnitten sind.
Die Vermögensverwaltung betrifft Investitions-Management, Steuerplanung, Nachlass- und Ruhestandsplanung, ganzheitliche Finanzberatung und Strategien zum Vermehren, Erhalten und Übertragen von Kundenvermögen.
Zu den Dienstleistungen gehören maßgeschneiderte Anlagelösungen, Kreditdienste, personalisierte Bankprodukte, exklusiver Zugang zu den Finanzmärkten und auf vermögende Privatpersonen zugeschnittene Anlagemöglichkeiten.
Die Verordnung schafft den Rechtsrahmen der Europäischen Union für Krypto-Vermögenswerte und deren Anbieter und legt EU-weit einheitliche Vorschriften für Zulassung, Unternehmensführung, Verbraucherschutz, Marktintegrität sowie die Aufsicht fest. MiCA zielt auf einen sichereren und transparenteren Krypto-Markt sowie auf die Förderung von Innovation und Finanzstabilität.
MiCA ergänzt die Geldwäschepräventionsgesetzgebung der EU und die neue Behörde zur Verhinderung von Geldwäsche sowie das diesbezüglich umfassendere EU-Paket.
Software für den Kundenbeziehungszyklus sorgt für Compliance von der Kundenannahme (Onboarding) bis zum Ende der Beziehung.
Siron®One CLM verwaltet Kundenbeziehungen für alle Anwendungsfälle während ihrer gesamten Dauer, einschließlich KYC, Sorgfaltspflichten oder Risikoprofile.
Da sich die Risikoprofile ändern, bewertet Siron®One CLM die Risiken dynamisch, führt kontinuierliche KYC durch und prüft negative Medienberichte und Sanktionen. Zudem weist die Software auch darauf hin, wann die erweiterte Sorgfaltspflicht für Kunden gilt.
Siron®One sorgt für ein unkompliziertes, vollständig digitales Onboarding, das die erforderlichen Dokumente je nach Kundentyp und Risikoprofil anbietet. Außerdem erzeugt die Software sämtliche erforderlichen Protokolle für Prüfpfade und Untersuchungen.
Compliance- und AML-Software erzeugt Auffälligkeiten aufgrund von auslösenden Ereignissen, die von den vordefinierten Business Rules abweichen. Auffälligkeitsfilter sind entscheidend, um rechtzeitig auf verdächtige Transaktionen reagieren zu können, ohne dass es zu einer Überflutung oder Ablenkung durch risikoarme, risikolose oder falsch-positive Treffer kommt.
Die effiziente Verwaltung von Auffälligkeiten erfordert Regeln zur Bewertung, Priorisierung, Reaktion und Lösung, damit sich Compliance-Beauftragte - ohne eigene Reserven anzutasten - auf kritische Auffälligkeiten konzentrieren, rechtzeitig handeln und Schwachstellen minimieren können.
Die Verwaltung von Auffälligkeitsfiltern in Siron®One kombiniert eine leistungsstarke Regel-Engine mit künstlicher Intelligenz zur Bewertung und Priorisierung von Auffälligkeiten anhand von Risikostufen. Dieser hybride Ansatz reduziert falsch-positive Treffer, sorgt dafür, dass keine tatsächlichen Treffer durchs Raster fallen sowie für präzisere Auffälligkeiten und schafft Raum für dringende und risikoreiche Auffälligkeiten. Mittels Business Rules kann Siron®One Auffälligkeiten auch automatisch auflösen oder zurückstellen.
Die Verwaltung von Dokumenten umfasst die Verarbeitung, Kategorisierung, Organisation, Ablage, Vergabe von Berechtigungen und Speicherung. Sie soll eine einzige Informationsquelle darstellen sowie die Zusammenarbeit und die Automatisierung von Arbeitsabläufen gewährleisten. Dies ist eine wichtige Funktion für fortschrittliche Regulierungs-Software wie Siron®One.
Die Verwaltung von Dokumenten in Siron®One ermöglicht auch deren durchgängige Digitalisierung, indem sie Kunden durch die beim Annahmeprozedere erforderlichen Dokumente führt und auf Knopfdruck aufsichtsrechtliche Meldungen erstellt.
Zudem stellt die Software sicher, dass die Prüfprotokolle auf dem neuesten Stand sind, rationalisiert Prozesse, optimiert Ressourcen, bewahrt die Integrität durch Versionskontrolle und passt sich schnell an aufsichtsrechtliche Änderungen an.
Bei der Vor-Ort-Bereitstellung handelt es sich um Software, die auf Computern in den Räumlichkeiten eines Unternehmens installiert und ausgeführt wird und nicht in einer Cloud-Umgebung.
Das bedeutet zwar mehr Kontrolle und bessere Anpassungsmöglichkeiten, aber auch höhere Vorlauf- und Wartungskosten sowie eingeschränkte Skalierbarkeit und Flexibilität.
Für einige große Unternehmen oder solche mit älterer Unternehmenssoftware kann dies jedoch die bessere Lösung sein.
Vordefinierte und benutzerdefinierte Szenarien sind in einer auf maschinellem Lernen basierenden Compliance-Plattform zwei Optionen zur Konfiguration des ML-Modells für die Erkennung und Verwaltung von Risiken.
Vordefinierte Szenarien beruhen auf Branchenstandards und aufsichtsrechtlichen Vorgaben sowie auf häufigen Compliance-Problemen und adressieren bekannte Risiken und Probleme. Als standardisierte Regeln sind sie ummittelbar einsetzbar, können gemeinsam mit der Compliance-Plattform aktualisiert werden und bilden eine starke Basis für die Überwachung.
Benutzerdefinierte Szenarien beziehen sich hingegen auf spezifischen Branchen- und Unternehmensanforderungen und berücksichtigen besondere Aspekte eines Unternehmens.
Siron®One verwendet vordefinierte und benutzerdefinierte Szenarien für umfassende Compliance und proaktive Risikominimierung.
Unter Vorfilterung versteht man vordefinierte Filter für große Datensätze, die Information oder Auffälligkeiten priorisieren, irrelevante Daten oder Auffälligkeiten eliminieren und letztere auf stichhaltige Transaktionen oder Unternehmen beschränken.
Mit Siron®One lassen sich benutzerdefinierte Regeln für die Vorfilterung aufgrund von Verordnungen, Risikobewertungen von Kunden oder Gerichtsbarkeiten erstellen, um für Geschwindigkeit, Präzision und Effizienz bei dringenden Untersuchungen zu sorgen.
Nach den AML-Vorschriften des FinCEN müssen Finanzinstitute für Transaktionen, die 10.000 USD übersteigen, einen elektronischen Währungstransaktionsbericht (CTR) übermitteln.
Transaktionen können hierbei Einzahlungen, Abhebungen, der Umtausch von Währungen, andere Zahlungen oder Überweisungen sein. Der Währungstransaktionsbericht muss für alle Kunden übermittelt werden, mit Ausnahme jener, die als ausgenommene Personen oder Gruppen gekennzeichnet sind, z.B. gewerbliche Kunden, Abhebungen im Zusammenhang mit der Gehaltsabrechnung oder Kunden, die häufig Transaktionen von mehr als 10.000 USD tätigen.
Um einen Währungstransaktionsbericht zu übermitteln, muss die Bank die Kundendaten, die Kontonummer, die Identifikationsnummer und die Nummer des Steuerpflichtigen überprüfen und speichern.
Öffentliche und kommerzielle Watchlists sind Datenbanken mit Information zu Personen, Organisationen und Ländern, die unter Beobachtung stehen oder für die, Sanktionen oder Beschränkungen gelten. Für Compliance-Prozesse wie KYC, einfache/erweiterte Sorgfaltspflicht sowie für die Transaktionsüberwachung bei der ersten und dynamischen Risikobewertung müssen Kunden mit diesen Watchlists abgeglichen werden.
Öffentliche Watchlists werden von der Regierung herausgegeben und umfassen Sanktionslisten von Behörden, z.B. jene des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen, Specially Designated Nationals (SDN) des U.S. Office of Foreign Assets Control (OFAC), der Europäischen Union, Listen politisch exponierter Personen (PEPs) und der Terroristenbeobachtung, z.B. U.S. Terrorist Screening Database (TSDB) sowie die Terroristenliste der Europäischen Union.
Kommerzielle Watchlists werden von privaten Organisationen zusammengestellt und aktualisiert und umfassen Kreditüberwachung, AML, Betrugsüberwachung und Compliance.
Beim Watchlist-Screening werden Personen, Unternehmen und Transaktionen mit Watchlists abgeglichen, zu welchen Sanktionslisten, PEPs und Listen von Unternehmen gehören können, die in Terrorismus, Geldwäsche, Betrug oder andere illegale Aktivitäten verwickelt sind.
Das Watchlist-Screening ergänzt andere Compliance-Prozesse wie KYC und Transaktionsüberwachung.
Web3 ist die nächste Phase des Internets, die von dezentralen Technologien wie Blockchain getrieben wird. Sie soll offener, sicherer und benutzerorientierter sein. Web3 nutzt P2P-Netzwerke und dezentrale Anwendungen (dApps), um Nutzern mehr Kontrolle über ihre Daten und Interaktion zu geben.
Einige Anwendungen von Web3 sind DeFi, NFT, DAO und dApps. Ob seiner Transparenz, Inklusivität und Datenhoheit stellt Web3 einen grundlegenden Wandel in der Nutzung des Internets dar.
Whitelists sind Listen von Personen, Unternehmen oder IP-Adressen, die als sicher und vertrauenswürdig eingestuft werden und bestimmte Aktivitäten ungeprüft durchführen dürfen. Sie dienen als Sicherheitsmaßnahme zur Compliance-Optimierung und können für einfache Sorgfaltspflichten, KYV, Zugangskontrolle und Transaktionsüberwachung verwendet werden.
Dies erfordert jedoch eine strenge anfängliche Überprüfung und Genehmigung, damit nur wirklich vertrauenswürdige Unternehmen von der Prüfung ausgenommen werden.
Beim Wire-Stripping wird Information in Überweisungen entfernt oder verändert, um die Beteiligung sanktionierter Einrichtungen oder Länder zu verschleiern und behördliche Sanktionen zu umgehen.
Bei dieser Betrugsart kann Mittäterschaft oder Fahrlässigkeit seitens der Finanzinstitute eine Rolle spielen.
Wire-Stripping ist eine schwere Straftat und kann rechtliche und finanzielle Sanktionen nach sich ziehen.
Wirtschaftliche Berechtigung gibt Auskunft über Unternehmen oder Personen, die direkt oder indirekt von einem Vermögenswert profitieren oder doesen kontrollieren, z.B. Unternehmenseigentum. Erfassung und Überprüfung der wirtschaftlichen Berechtigung ist entscheidend, um zu verhindern, dass Geld aus kriminellen Aktivitäten an Briefkastenfirmen oder undurchsichtige Eigentümer fließt.
Compliance-Organisationen, z.B. FinCEN, verlangen von den Finanzinstituten, dass sie die wirtschaftlichen Berechtigungsverhältnisse bei Aufnahme der Geschäftstätigkeit prüfen und diese Information für Berichts-, Prüfungs- und Aufsichtszwecke aufzeichnen.
Sind sie für illegale Aktivitäten gedacht, werden Strukturen wirtschaftlicher Berechtigung absichtlich komplex gehalten, um die Beziehungen zu verschleiern. Es ist dann nahezu unmöglich, den letztlich wirtschaftlich Berechtigten manuell zu ermitteln, ohne enorme Ressourcen einzusetzen. Siron®One verwendet ML-gesteuerte, fortschrittliche Netzwerkanalyse (Link-Analyse), um verborgene Beziehungen zu ermitteln und so den Compliance-Prozess zu entzerren.
Die Wirtschaftsprüfung bei der Compliance umfasst Sicherheitsrichtlinien, Maßnahmen zum Risiko-Management sowie die Zugangskontrolle für die Benutzer.
Ein Unternehmen kann im Laufe des Jahres regelmäßig interne Wirtschaftsprüfungen durchführen und je nach Geschäftsfeld auch externen Wirtschaftsprüfungen unterzogen werden. So müssen Kreditkartenunternehmen etwa die Standards des Payment Card Industry Data Security (PCI DSS) für Prüfungen erfüllen.
Die Aufsichtsbehörden verwenden die Prüfberichte, um bei Nichtbeachtung von Vorschriften zu entscheiden, ob Geldbußen verhängt werden.
Wirtschaftssanktionen sind restriktive Maßnahmen, die Länder oder internationale Organisationen bezüglich Handel und Finanztransaktionen gegen andere Länder verhängen, die gegen internationales Recht verstoßen. Unternehmen müssen die Wirtschaftssanktionen beachten, um Strafen und andere Schäden zu vermeiden.
Folglich müssen sie ihre Sorgfaltspflichten erfüllen und alle Transaktionen und Einrichtungen mit den Sanktionslisten abgleichen. Da sich Wirtschaftssanktionen weiterentwickeln, müssen Unternehmen mit Änderungen der verschiedenen Regime Schritt halten.
Siron®One automatisiert die Prüfung auf Wirtschaftssanktionen und reagiert auf geänderte Auflagen.
Zahlungsdienstleister helfen beim Geldtransfer zwischen verschiedenen Parteien oder dem Austausch von Waren und Dienstleistungen. Sie können Banken, Fianztechnologieunternehmen, Zahlungs-Gateways, Anbieter von mobilen Zahlungen, Zahlungsabwickler und Händlerbanken sein.
Zahlungsdienstleister sind für das Beachten gesetzlichen Vorschriften verantwortlich, z.B. AML/KYC, PCI DSS, Datenschutz, Sanktionsprüfung oder Verbraucherschutz.
Zahlungsdienstleister sind Organisationen, die elektronische Zahlungen zwischen Privatpersonen, Unternehmen, Banken und anderen Finanzinstituten ermöglichen, verarbeiten oder erleichtern. Beispiele sind Zahlungsabwickler, Zahlungs-Gateways, Anbieter von digitalen Geldbörsen und Fintech-Zahlungsunternehmen. PSPs unterliegen gewöhnlich den Regeln für die Prävention von Geldwäsche, Sanktionen und Betrug.
Eine Zentralbank ist eine Finanzinstitution, die für die Verwaltung der Währung eines Landes (oder einer Gruppe von Ländern wie die der Eurozone) sowie die Gewährleistung der Preisstabilität zuständig ist. Zentralbanken bestimmen die makroökonomische Geldpolitik, um die Inflation einzudämmen und Stabilität und Wachstum zu gewährleisten. Zu ihren Maßnahmen gehören die Festsetzung der Zinssätze und die Gestaltung der Geldkosten. Zentralbanken sind auch für die Regulierung des Geldumlaufs, die Überwachung des Interbankenmarkts und Beratungsdienste zuständig.
In beratender Funktion erstellen Zentralbanken Studien und Richtlinien für staatliche und private Finanzorganisationen.
Privatpersonen können keine Konten bei Zentralbanken eröffnen, wohl aber können sich Geschäftsbanken bei Solvenzfragen an diese wenden.
FIUs sind Stellen, die für die Sammlung von Daten, die Analyse und den Austausch von Erkenntnissen zur Prävention von Finanzkriminalität einschließlich Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zuständig sind.
FIUs wie FinCEN, TRACFIN (Traitement du Renseignement et Action contre les Circuits FINanciers clandestins), AUSTRAC (Australian Transaction Reports and Analysis Centre) und NCA (National Crime Agency) sind für die Erhebung von Finanzdaten mittels SAR und CTR, die Analyse, den Austausch von Erkenntnissen, die Entwicklung von Vorschriften und Strategien sowie die Aufklärung zuständig.
Häufig stellen die von der AML-Software erzeugten Auffälligkeiten kein Risiko dar, führen aber zu Engpässen, weil Compliance-Beauftragte prüfen müssen, ob es sich um falsch-positive Treffer oder echte Risiken handelt, die eine Verdachtsmeldung (SAR) erfordern.
Das Zurückstellen von Auffälligkeiten erweitert diesen binären Ansatz um eine Ebene, indem Auffälligkeiten zur späteren Überprüfung anhand der Risikoprofile und Risikoschwellenwerte der Kunden "eingefroren" werden. Dieserart zurückgestellte Auffälligkeiten bleiben aktiv, denn sobald bei späteren Auffälligkeiten für denselben Kunden der Risikoschwellenwert überschritten wird, muss der Compliance-Beauftragte sich mit diesen befassen.
Siron®One nutzt maschinelles Lernen und prädiktive Analytik, um Auffälligkeiten automasiert zurückzustellen. Kunden werden während des Annahmeprozesses nach ihrem Risiko bewertet und in Gruppen eingeteilt. Auffälligkeiten werden automatisiert zurückgestellt, wenn die Aktivität unter die Risikoschwellenwerte fällt. Sobald die Abweichung einen festgelegten Risikowert übersteigt, werden Auffälligkeiten mit höherem Risiko erzeugt, wodurch sich die Anzahl der Auffälligkeiten verringert, mit welchen sich die Compliance-Beauftragten befassen müssen.
Der Zusammenfassungsgenerator erstellt aufgrund natürlicher Sprachverarbeitung und generativer KI kurze Zusammenfassungen größerer Texte. Fortgeschrittene KI-Modelle wie jene in Siron®One lernen auch aus dem Kontext und verstehen die Stimmung und den Ton von Texten. Der Zusammenfassungsgenerator wird bei der Analyse negativer Medienberichte verwendet, um die wichtigsten Sätze in einem Text hervorzuheben.
Hinsichtlich Compliance ist mit Zuständigkeitsbereich die Regulierungsbehörde und die Regierung gemeint, welchen ein Unternehmen unterstellt ist und deren Vorschriften und Richtlinien es beachten muss.
Der Zuständigkeitsbereich kann durch die Geografie und die zu befolgenden nationalen, staatlichen oder lokalen Gesetze bestimmt sein. Er kann aber auch auf Funktionen und Branchen beruhen, z.B. auf den Verordnungen für Finanzinstitute. Zudem kann er auch internationale Gerichtsbarkeiten bezeichnen, etwa grenzüberschreitende Unternehmen, die der DSGVO in der EU oder dem Sarbanes-Oxley Act der USA unterliegen.
ZV/2 steht für Zahlungsverkehr. ZV/2 ist eine hochmoderne Erkennungs- und Orchestrierungs-Engine für Zahlungsverarbeitung, mit deren Hilfe Finanzinstitute zeitkritische Prozesse automatisieren und digitalisieren.
ZV/2 bietet ein breites Spektrum an Zahlungsarten, QR-Code-basierten Einzahlungsscheinen, Zahlungseingängen und -ausgängen, Formularen sowie nicht-standardisierten Belegen, Post Finance EGA-B/EGA-V, Automatisierung für Pay Way und Korrespondenzbanken. ZV/2 lässt sich in Kernbank- und Archivierungssysteme sowie in alle IMTF-Module integrieren.